Mattensplitter

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Bundesligisten stehen in den Startboxen

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Am Samstag (3.10.) wird es losgehen: Die Ringer-Bundesliga wird mit ihrem ersten Kampftag in die so sehnlich erwartete Saison starten. Die Frage, ob die Wettbewerbe in unserer Eliteliga nach all den mühsamen Planungen tatsächlich stattfinden können und würden, ist somit auf positive Art und Weise beantwortet. Für das Sportlerherz ist der Tag der Deutschen Einheit also im doppelten Sinne ein Feiertag.

Nach sieben Monaten ohne irgendeine Form von Wettkampf wird es auch in NRW wieder kräftig zur Sache gehen: Zwei unserer Vereine nämlich sind für das Oberhaus gemeldet, die damit in gewisser Weise auch die Farben unseres Landesverbandes im nationalen Vergleich vertreten werden.

Unser jahrzehntelanges Flaggschiff KSV Witten 07, welches mit einem Heimkampf gegen den Vorjahres-Halbfinalisten SV Alemannia Nackenheim beginnen sollte, hatte jedoch am Mittwoch eine wahre Hiobsbotschaft erhalten: Einer seiner Sportler ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Somit sind die KSV-Verantwortlichen gezwungen, den Auftakt nach hinten zu verschieben, und sind hierbei auf die Kooperationsbereitschaft des DRB sowie der gegnerischen Clubs angewiesen.

Lassen wir hoffen, dass die Saison für den Traditionsverein nicht vorbei ist, bevor sie überhaupt angefangen hat. Es wäre sowohl dem KSV samt seinen Anhängern als auch dem gesamten Ringkampfsport zu gönnen. Wir vom RV NRW drücken feste die Daumen und wünschen nur das Beste!!

Dabei war die Vorfreude der Ruhrstädter vor dem Auftakt gegen die Rheinland-Pfälzer ausgesprochen groß: „Die Mannschaft ist voll im Training... die Aufstellung ist geplant! Die Tickets für unsere internationalen Ringer gebucht! Nächste Woche versammelt sich ein Wittener Team, wie wir es lange nicht hatten. Eigengewächse, schlagkräftige Sportler mit deutschem Status und nationalen/internationalen Erfolgen, sowie ausländischen Ringern, fast durchweg mit internationalen Erfolgen. Da freuen wir uns alle drauf...“, schrieb der KSV-Vorsitzende Thomas Altstadt noch am 25.9. via Facebook und sorgte damit für große Neugier, aber vermutlich auch für gewisse Erwartungen vonseiten der Fans.

Dass das Team grundsätzlich schlagfertig ist, steht außer Frage. Eines von vielen Dingen, die dies untermauern, wäre beispielsweise die Verpflichtung von Weltklasse-Superschwergewichtler Eduard Popp, der sich nicht nur zum Punktegaranten, sondern auch zum Publikumsmagneten entwickeln dürfte.

Seine Bundesliga-Rückkehr nach acht Jahren feiert am Samstag der KSK Konkordia Neuss. Man darf gespannt sein, wie sich die „jungen Wilden“, mit denen der Club den Sprung in Liga 1 gewagt hat, schlagen werden. Doch man darf optimistisch sein aus Sicht der Neusser, zumal einige namhafte Neuzugänge das bestehende Gerüst sinnvoll ergänzen werden. Exemplarisch sei der 26-jährige Ex-Walheimer Zviad Metreveli genannt, der die im Vorjahr doch deutlich klaffende Lücke in den oberen Gewichtsklassen schließen wird.

Die Jungs vom KSK werden in eigener Halle die erste Möglichkeit erhalten sich auszuzeichnen. Der Gegner heißt Wrestling Tigers Rhein/Nahe und wird vom ehemaligen Wittener Ringer Karl-Heinz Helbing trainiert. Auch in Neuss ist die Vorfreude groß, wobei die Rückkehr ins Oberhaus in den regionalen Medien wie der Neuss-Grevenbroicher Zeitung gebührend angekündigt wurde.

Die Corona-Krise liegt aber wie ein dunkler Schatten über den Kämpfen, und das nicht ausschließlich wegen des hoffentlich nur vorläufigen Ausfalls des KSV Witten 07. Eingeschränkte Zuschauerzahlen, Hygienekonzepte, Maskenpflicht etc. sind selbstredend auch für das Ringen eine Bürde. Dinge wie eine Siegerehrung ohne Körperkontakt (dafür aber mit 1,5 Meter Sicherheitsabstand) oder der ausbleibende Handschlag zwischen Ringer und gegnerischem Trainer dürften auf den ein oder anderen Zuschauer etwas befremdlich wirken.

Doch sollte man nicht vorab schon tiefstapeln oder gar resignieren, sondern eher positiv nach vorne blicken. Vielleicht beschert uns die ungewohnte und in weiten Teilen auch unangenehme Situation ja sogar zusätzliche Spannung, denn durch die Krise ergaben und ergeben sich viele neue Situationen und Konstellationen. Für den Außenstehenden ist schwer zu überblicken, welcher gestandene Club nun möglicherweise mit vielen Nachwuchskämpfern auflaufen wird. Wer ist trotz Corona-Krise liquide? Wem blieben sämtliche Sponsorengelder erhalten, wem dagegen nicht? Wer holt seine ausländischen Ringer, wer jedoch verzichtet darauf? Möglicherweise erleben wir durch derartige Unwägbarkeiten die eine oder andere Überraschung, die für zusätzliche Spannung sorgen könnte.

 Lasst uns die Kämpfe freudig erwarten und unseren lange vermissten Sport genießen! Lasst uns die Bundesligasaison als ersten Meilenstein hin zur Normalität betrachten, auch wenn letztere wohl noch etwas auf sich warten lassen wird. Hoffen wir abschließend das Beste für unsere beiden Vertreter: Alles Gute und viel Erfolg, KSV und KSK!

Beachwrestling: Erste Schritte eingeleitet

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Jeder Weg, sei er auch noch so lang, beginnt mit dem ersten Schritt. Dies gilt auch für diejenigen, welche das Beachwrestling populärer machen wollen, das seit geraumer Zeit in den Fokus der Ringsportfreunde gerückt ist. Schließlich besitzt dieses aktuell eher noch ein Schattendasein, obwohl hier vielleicht eine echte Chance für den Ringkampfsport liegt, sich zukünftig besser verkaufen zu können und ins Bewusstsein der Menschen zu gelangen. Vorgemacht hatte dies beispielsweise ein Wettkampf im Süden Deutschlands, welcher trotz geringer Teilnehmerzahl sogar im regionalen Fernsehen Beachtung gefunden hatte.

Ziel und beschlossenes Vorhaben unseres Hauptausschusses ist es, Beachwrestling auch im Bereich des RV NRW fest zu etablieren. Entsprechende Absichten bestehen bereits seit geraumer Zeit, doch hatte die Corona-Krise diesem Unterfangen auf erbarmungslose Art und Weise einen Riegel vorgeschoben.

Doch der Sportbetrieb und damit auch die weiteren Planungen laufen wieder an. Um die Bemühungen zum Thema Beachwrestling nun endlich zu forcieren, hatte der hierfür verantwortliche Jugend- und Breitensportreferent Kurt Schröer einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, welcher am 29.08. erstmalig getagt und über weitere Maßnahmen beraten hat.

Insgesamt sieben interessierte Sportfreunde aus den Vereinen AC Hörde 04, RC CWS Merken, TuS Aldenhoven, KSK Konkordia Neuss und TuS Solbad Ravensberg waren dem Ruf Schröers gefolgt, um ihre Ideen und Vorstellungen zum Breitensport allgemein, insbesondere jedoch zum Beachwrestling zusammenzutragen. Vertreten waren also Clubs vom äußersten Westen bis hin zum äußersten Osten unseres Verbandsgebietes – eine repräsentative Auswahl also.

Initiator Kurt Schröer zeigte sich zufrieden mit der einerseits „kleinen, gemütlichen“, andererseits jedoch auch kreativen und engagierten Runde, die sich einig darüber war, dass Beachwrestling als Breitensport und damit als ein für jedermann zugängliches Angebot aufgefasst werden sollte. Daher kam man überein, dass im Sinne einer Abgrenzung vom Leistungssport auch vom „Hobby-Beach-Wrestling“ gesprochen werden sollte. Schröers Schlussbetrachtung: „Schön, dass alle das Ziel verfolgen neue Wege für unseren Sport zu suchen und zu finden, die nicht ausschließlich wettkampforientiert sind.“

Einfachste Regeln und Grifftechniken können dazu dienen, einen soften Einstieg in die Welt des Ringens zu ermöglichen. Ziel des Arbeitskreises ist es nun, einen geeigneten Rahmen zu erarbeiten, der ein Etablieren der Disziplin ermöglicht, welche dann wiederum zu einer echten Werbung für unseren Sport werden könnte. Daher ist jeder Teilnehmer auch mit einem kleinen „Aufgabenpaket“ nachhause gereist.

Weiter geht`s dann am 24.10.: Hier wird das nächste Treffen stattfinden. Auf die Ergebnisse und mögliche erste Maßnahmen dürfen wir gespannt sein.

J. Nettekoven für Dietrich-Sondermarke

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Unser LO-Präsident Jens-Peter Nettekoven engagiert sich aktuell nicht nur erfolgreich für das deutsche Ringermuseum, sondern hat obendrein eine neue Idee entwickelt, wie das Ringen wieder ein kleines Stückchen mehr ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden könnte. In einem Schreiben an Deutschlands Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz setzt Nettekoven sich für den Druck einer Sonderbriefmarke im Jahre 2022 ein, welche den spektakulären Überwurf von Wilfried Dietrich gegen den amerikanischen Vier-Zentner-Riesen Chris Taylor zeigen solle.

Hiermit würde man nicht nur den womöglich legendärsten deutschen Ringer gebührend würdigen, sondern könnte gleichzeitig an einen der wohl bekanntesten olympische Momente erinnern, welchen keiner der noch lebenden Zeitgenossen vergessen haben dürfte. Exakt fünfzig Jahre wäre dieses Ereignis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dann her – genau der passende Augenblick, um an dieses zu erinnern und seine Einzigartigkeit herauszustellen.

Ob der „Kran von Schifferstadt“ wirklich auf einer Briefmarke zu sehen sein wird, steht natürlich in den Sternen. Auch andere Sportarten haben ihre Legenden und herausragenden Athleten. Doch in einem sind wir uns alle einig: Verdient hätte es unser 1992 viel zu jung verstorbenes Idol allemal. Drücken wir die Daumen, dass der Vorstoß unseres Präsidenten auf Gegenliebe und entsprechende Zustimmung stoßen wird. Für unseren Sport wäre das eine enorme Wertschätzung und tolle Sache!

Werner Kollbacher: 25. Todestag

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Am 21. August vor genau 25 Jahren ist Werner Kollbacher, der erste Präsident des Ringerverbandes NRW (1982-1995), verstorben. Dies ist ein geeigneter Anlass, sich noch einmal an ihn zu erinnern und seiner zu gedenken.

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Heinz Eichelbaum wird 80

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Die Reihe der Jubilare unter den Ehrenmitgliedern des RV NRW ist lang in diesem Jahr. Nach Peter Nettekoven, Klaus Rost und Karl-Martin Dittmann feiert nun auch Heinz Eichelbaum am heutigen 13. September einen runden Geburtstag.

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Ringen in Grevenbroich?!

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Durch eine interessante Kooperation zwischen dem Grevenbroicher Sportverein SV Orken sowie unserem AC Ückerath könnte längerfristig ein neues Ringsportangebot etabliert werden. Ab dem 22. August nämlich wird der ACÜ an vier aufeinanderfolgenden Samstagen Schnuppertraining für Kinder in Orken anbieten, was sich zu einer Win-win-Situation für beide Vereine entwickeln könnte. Orken würde, sollte das Training angenommen werden, mit einem neuen Sportangebot aufwarten können. Die talentiertesten Nachwuchsringer dagegen würden die Möglichkeit erhalten, den Sprung ans Leistungszentrum nach Dormagen zu machen und sich dem AC Ückerath anzuschließen.

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Karl-Martin Dittmann wird 60

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Der Ringerverband NRW gratuliert ganz herzlich! Unser Ex-Verbandspräsident (1995-2014), vorheriger Vizepräsident und heutiges Ehrenmitglied Karl-Martin Dittmann feiert am 10.September seinen 60. Geburtstag. Damit hat eine der bekanntesten Persönlichkeiten unserer LO den Club der Sechziger betreten, wobei trotz jahrzehntelangen Engagements seinerseits von Amtsmüdigkeit noch keine Rede sein kann. Wer ihn persönlich kennt oder nähere Einblicke in die Strukturen der Ringerwelt hat, weiß von seiner nach wie vor kompetenten und aufopferungsvollen Arbeit rund um unseren Sport. Als UWW-Spitzenfunktionär, hauptberuflicher DRB-Generalsekretär und Macher seines Heimatclubs KSV Kirchlinde ist er auch nach seiner Zeit als NRW-Präsident ein unermüdlicher Arbeiter für das Ringen.

Wir wünschen alles Gute und hoffen, dass er noch viele Jahre mit Spaß und Freude bei der Sache bleiben wird!

 

Karl-Martin Dittmann (Foto: UWW Europe)

Neuer Vorstand für den KSK Neuss

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Unser Bundesligist KSK Konkordia Neuss hat auf seiner kürzlich durchgeführten Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Hier konnte endlich die Lücke geschlossen werden, die Hermann Josef Kahlenberg im Jahre 2013 hinterlassen hatte und bis zuletzt offen geblieben war: Mit Robert Talaska, im Vorjahr noch in den Neusser Mannschaften aktiv, hat der Club endlich wieder einen ersten Vorsitzenden gefunden, der ab jetzt in die Fußstapfen von Kahlenberg treten und den Club führen wird. Auch sein Stellvertreter ist noch 2019 für die Quirinusstädter auf die Matte gegangen: Fatih Cinar, dessen Gesicht untrennbar mit dem Traditionsclub verbunden ist, bekleidet nun das Amt des zweiten Vorsitzenden. Der Freistilspezialist ist seit Jahren ein Aktivposten beim KSK und sowohl auf als auch neben der Matte kaum wegzudenken.

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