Mattensplitter

Mattensplitter

KSV Witten 07 richtet vom 21. – 23. März 2025 die Deutsche Meisterschaft der U14-Ringer (gr.-röm.) aus

Noch zwei Wochen, dann ist Witten einmal mehr Schauplatz eines Ringer-Großereignisses: die nationale Elite der männlichen Altersklasse U14 trifft sich in der Husemannhalle, um Meister und Medaillengewinner in zehn Gewichtsklassen im griechisch-römischen Stil zu ermitteln. Vom 21. bis 23. März 2025 werden die Titelkämpfe stattfinden. Dies wird die 13. Meisterschaft dieser Art in der Ruhrstadt Witten.

Ein großes Organisationsteam des KSV Witten 07 befasst sich bereits seit Herbst 2024 mit der Vorbereitung; bei dem Turnier selbst werden über 50 Helferinnen und Helfer anpacken. Die alt-ehrwürdige Husemannhalle – inzwischen 60 Jahre alt – wird wieder auf Hochglanz gebracht. Den Gästen aus allen Bundesländern soll einmal mehr eine vorbildliche Veranstaltung präsentiert werden, die den jungen Sportlern und ihren Begleitungen lange und gut in Erinnerung bleibt.

„Ringen um Toleranz und Freundschaft“ – das ist das Motto, unter das Ausrichter KSV Witten 07 die Veranstaltung einmal mehr gestellt hat. Damit wird auf die Integrationskraft des Sports insgesamt und gerade die des Ringkampfsports hingewiesen – zahlreiche Beispiele aus Vergangenheit und Gegenwart belegen dies. Ringen, das ist eine Chance für junge Sportlerinnen und Sportler aus vielen Teilen der Welt, die in Deutschland ihre neue Heimat gefunden haben. Das ist seit mehr als 70 Jahren gelebte Praxis in den Ringerclubs des Landes, und gerade der KSV Witten 07 tat sich dabei immer wieder hervor.

Anfängerturnier U12, U10 und U8 in Lünen

Nachdem tags zuvor die Landesmeisterschaft der Männer und Frauen vom VfK Lünen-Süd 1988 ausgerichtet wurde, konnten sich am 23. Februar 2025 am selben Wettkampfort die jungen Ringer und Ringerinnen im Alter von 6 bis 12 Jahren messen.

In den Altersklassen U12, U10 und U8 haben insgesamt 161 TeilnehmerInnen ihr Können unter Beweis gestellt. Gerungen wurde in der Stilart Freistil über eine jeweilige Kampfzeit von 2x2 Minuten.

Die einzelnen Ergebnisse sind in der Turnierübersicht auf unserer Webseite bereitgestellt.

Für einige Kinder war dies das erste Turnier dieser Art und entsprechend auch die erste Möglichkeit "Wettkampfluft" zu schnuppern – eine besondere Erfahrung. Damit dies für die TeilnehmerInnen unter ähnlichen Voraussetzungen und nicht etwa auf deutlich verschiedenen Leistungsniveaus stattfinden kann, werden diese Anfängerturniere ausgerichtet. Wir freuen uns über die rege Teilnahme unseres Nachwuchses und wünschen allen TeilnehmerInnen noch eine erfolgreiche Ringer-Zukunft!

(Foto: Oliver Stach)

TKV Oberforstbach trauert um Bernhard Komuth

Der TKV Oberforstbach trauert um sein Ehrenmitglied Bernhard Komuth. Letzte Woche hat uns die traurige Nachricht ereilt, dass Bernhard im Alter von 88 Jahren leider von uns gegangen ist.

Geboren im April 1936 war er Zeit seines Lebens mit dem Dorf Oberforstfach im Allgemeinen und dem TKV im Besonderen verbunden. Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg wurde er bereits im jungen Alter von acht Jahren Vereinsmitglied. Dort trat er der Ringerriege bei und durchlief einige erfolgreiche Jahre als aktiver Sportler. Doch während seiner achtzig-jährigen Mitgliedschaft übernahm Bernhard auch Vorstandsämter: von 1958 bis 1960 bekleidete er den Posten des zweiten Kassenwarts ehe er im Anschluss von der Mitgliederversammlung zum ersten Kassenwart gewählt wurde; und dieses Amt führte er insgesamt stolze und erfolgreiche 46 Jahre. Darüber hinaus hatte er lange Jahre zusätzlich das Ehrenamt des Schatzmeisters beim Bezirk Mittelrhein des Ringer-Landesverband inne.

Mit Bernhard ist nicht nur ein überaus treues Vereinsmitglied von uns gegangen, sondern ein besonderer, einzigartiger und lieber Mensch.

Ruhe in Frieden, Bernhard. Wir werden Dich stets in guter Erinnerung behalten, Dir ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser ganzes Mitgefühlt in dieser schweren Zeit gilt seiner Familie und insbesondere seiner lieben Frau Monika. 

TKV Oberforstbach 1896 e.V.
Vorstand

Landesmeisterschaft NRW der Männer und Frauen 2025

Am 22. Februar 2025 richtete der VfK Lünen-Süd 1988 e.V. die Landesmeisterschaften der Männer und Frauen in allen Stilarten aus. Von den 250 gemeldeten Startern und Starterinnen fanden 192 den Weg in die Vierfach-Sporthalle Dammwiese in Lünen.

Auf fünf Matten traten die Sportler und Sportlerinnen in den Gewichtsklassen von 50 kg bis 130 kg gegeneinander an. Nach insgesamt 321 Kämpfen konnte der AC Mülheim am Rhein die meisten Punkte in der Vereinswertung einfahren – gefolgt vom KSV Witten 07 und TV Essen-Dellwig.

Alle Ergebnisse und weitere Infos zur Landesmeisterschaft der Männer und Frauen sind bei der Turnierübersicht auf unserer Webseite einsehbar.

Abseits der aktuellen Kämpfe nahm der Ringerverband NRW zudem zwei Ehrungen hinsichtlich der letzten Saison 2024 vor. Diese gebühren dem Mannschaftsmeister der Landesliga NRW, dem AC Ückerath 1961, sowie dem NRW-Oberligameister TV Essen-Dellwig für ihre hervorragenden Leistungen.

Wir bedanken uns beim Ausrichter VfK Lünen-Süd und den zahlreichen Helfern und Helferinnen für die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf der Meisterschaft.

NRW-Landesligameister 2024, AC Ückerath 1961 (Foto: Oliver Stach)

 

NRW-Oberligameister 2024, TV Essen-Dellwig (Foto: Oliver Stach)

Ringerverband NRW verleiht Ehrennadeln beim AC Mülheim 92

Anlässlich der Oberligabegegnung des AC Mülheim 92 gegen den KSV Hohenlimburg (08. November) hatte der Ringerverband NRW sechs Ehrennadeln an verdiente Aktivposten des Gastgebers verliehen. Trotz des sportlich eher deprimierenden und gebrauchten Abends für die Kölner Mannschaft war dies ein freudiges Ereignis, welches den Geehrten und ihrem Umfeld ein dickes Lächeln auf die Lippen gezaubert hatte.

Der dreifache Olympia-Kampfrichter Uwe Manz war in seiner Funktion als NRW-Vizepräsident in die Domstadt gereist, um die Ehrennadeln vor Publikum den verdienten Sportfreunden zu überreichen. Unmittelbar vor Kampfbeginn und vor dem Start der zweiten Hälfte hatte er jeweils drei Ehrungen durchgeführt.
Den Beginn machte der 1964 geborene Uwe mit dem „goldenen Jahrgang“, wie er eben sein eigenes Geburtsjahr ein wenig scherzhaft nannte. Doch diese Bezeichnung passte geradezu perfekt, denn drei der Geehrten sind zufälligerweise im selben Jahre geboren: Die langjährigen Trainer Günter Tabel und Yasar Yavuz sowie Physiotherapeut Achmed Damani, welcher früher schon bei anderen Clubs das Traineramt innehatte, erhielten die NRW-Ehrennadel für besondere Verdienste um die Förderung des Ringkampfsports in Gold, nachdem die drei bereits 2014 aus den Händen des damaligen Vizepräsidenten Peter Kettler das Pendant in Silber erhalten hatten. Über dieselbe Auszeichnung freuen durften sich daher auch der engagierte Jugendleiter Heinz Schmitz und das mittlerweile 76jährige Ex-Vorstandsmitglied Karl Meyer. Trainer Akbar Tehrani wurde erstmalig ausgezeichnet und bekam daher die Ehrennadel in Silber überreicht.

Wir gratulieren allen Geehrten und hoffen, dass sie noch viele Jahre mit solcher Einsatzbereitschaft unseren geliebten Sport unterstützen werden!

Ringerin Lotta Englich ist erste Eliteschülerin des Jahres

Lotta Englich aus der Jahrgangsstufe Q2 des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden (NGK) ist Dormagens erste „Eliteschülerin des Jahres“. Die Ringerin folgt auf Handballer Jan Schmidt, der bei der Premiere 2024 an der Bertha-von-Suttner Gesamtschule (BvS) ausgezeichnet wurde. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hatte dem Verbundsystem beider Schulen vor anderthalb Jahren das Prädikat „Eliteschule des Sports“ verliehen. Dazu gehört die regelmäßige Auszeichnung eines Eliteschülers oder einer Eliteschülerin.

2024 war das bisher erfolgreichste Sportjahr der gebürtigen Wittenerin, die weiterhin für den KSV Witten 07 auf die Matte geht, aber am Bundesstützpunkt Dormagen trainiert: Sie wurde Deutsche Meisterin, gewann den EM-Titel bei den Juniorinnen und wurde in dieser Altersklasse WM-Dritte, erinnerte NGK-Schulleiter Johannes Gillrath an die sportliche Bilanz von Lotta Englich. Stéphanie Groß, Lehrerin, Koordinatorin Duale Karriere und ehemals selbst eine Weltklasseringerin, zeigte den Werdegang der damals in der 8b am NGK eingeschulten Athletin auf: „Heute bist du in Deutschland konkurrenzlos bei den Juniorinnen und ich bin fest davon überzeugt, dass dies auch in der Frauenklasse so weitergeht.“ Ringen sei zwar eine Individualsportart, „du hast aber bewiesen, dass du ein Teamplayer bist.“ Stéphi Groß begrüßte mit Jörg Helmdach und Heinz Schmitz auch zwei ihrer ehemaligen Trainer: „Schön, dass ihr mit eurer Anwesenheit die Bedeutung dieser Auszeichnung unterstreicht.“


Tobias Langner, Leiter des Sportinternats Knechtsteden, freute sich über die Würdigung von Lotta Englich: „Menschlich und persönlich hast du dich positiv weiterentwickelt und vor allem: Du bist immer Lotta geblieben.“

Hinweis
Der DOSB und die Sparkassen-Finanzgruppe (SFG) zeichnen die Eliteschülerin des Jahres aus. Die SFG ist offizielle Förderin der Eliteschulen des Sports und unterstützt die Leistungssportler der Sportschule Dormagen durch die Übernahme von Kosten, die für die Mobilität und die Förderung der dualen Karriere anfallen.


Bei der Auszeichnung, von links: Stéphi Groß, Dr. Andrea Hurtz (BvS), Johannes Gillrath (NGK), Lotta Englich sowie Mathias Opgen-Rhein und Sebastian Prell (beide Sparkasse Neuss)


U23 WM: Silber für Bellscheidt, Bronze für Nakaev

Mit dem Gewinn der Goldmedaille hat es am Ende nicht funktioniert. Dennoch hat Samuel Bellscheidt bei den U23 Weltmeisterschaften in Tirana ein beeindruckendes Turnier gerungen und holt den Vize-Weltmeistertitel in der Gewichtsklasse bis 77kg, griechisch-römisch. Gegen den in der Bundesliga bekannten Alexandrin Gutu entscheid die Bodenlage, die der Moldave mit seinem Spezialgriff, der Kopfklammer, nutze. Mit 3:1 gewann Gutu die Goldmedaille.

Deni Nakaev, hat bei den U23 Weltmeisterschaften die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 77kg im griechisch-römischen Stil gewonnen. Nakaev marschierte in Tirana souverän ins Halbfinale, wo er gegen den späteren Weltmeister aus dem Iran Mohammad Naghousi mit 1:6 unterlag. Im kleinen Finale um Bronze nutzte Nakaev einen Konter und war gegen den Ägypter Emad Ashraf Mohamed Abouelatta nie in Gefahr.

Text (gekürzt): Jens Gündling

Deni Nakaev und Samuell Bellscheid - Foto Kadir Caliskan

Seite 7 von 153
hier steht nix