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Frauenringen in Mannschaften ab 2020

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Die aktuell laufende Mannschaftssaison verläuft – abgesehen von den Änderungen im seit 2018 angepassten Ligensystem – nach klassischem Muster: Für die Clubs gilt es nach wie vor, zehn Gewichtsklassen zu besetzen, wobei in den Bezirksligen von dieser Regel abgewichen wird. Der hier gültige Modus, der sieben Gewichtsklassen vorschreibt, welche in beiden Stilarten jeweils einmal ausgerungen werden, ist jedoch schon altbewährt.

Zu einer Innovation, die man als einschneidend bewerten kann, wird es im Jahre 2020 kommen. Der Beschluss der Mitgliederversammlung von 2017, Frauenringen in das Mannschaftsringen zu integrieren, wird 2020 erstmalig greifen und in die Tat umgesetzt werden. Mit 60:10 Stimmen bei vier Enthaltungen hatten die Vereine damals deutlich für den Antrag votiert. Die damit zwingende Umsetzung nimmt langsam Gestalt, denn die Rahmenbedingungen wurden kürzlich durch den Hauptausschuss festgelegt.

Es wird ab dem nächsten Jahr erst einmal eine „weibliche Gewichtsklasse“ geben:  Die Athletinnen, die wie im Männerbereich das 14. Lebensjahr vollendet haben müssen, werden während der Vorrunde in einer 58 kg-Klasse, im Verlaufe der Rückrunde dann in einer 65 kg-Klasse antreten. Jeder Verein, der eine Ringerin stellen kann, wird dafür grundsätzlich zwei Mannschaftspunkte erhalten – unabhängig davon, wie die Begegnung der Damen auf der Matte enden wird. Auch in den Bezirksligen wird lediglich ein Frauenkampf stattfinden, da hier jede Klasse in jeder Stilart genau einmal ausgerungen wird. Und Frauenringen wird bekanntlich nur Freistil ausgetragen, sodass hier nur ein einziges Duell ansteht.  

Laut Beschluss von 2017 wird diese Frauen-Gewichtsklasse ab 2022 voll bewertet werden, während simultan eine zweite neu eingeführt wird. Diese zweite Klasse wird dann ihrerseits erst einmal mit zwei Punkten pro gestellte Athletin gewertet werden, bis auch sie im Jahre 2024 als vollwertige Kategorie gewertet werden wird. 

Nun ist es an den Vereinen, das Unternehmen „Frauen in den Ringermannschaften“ anzugehen, zu fördern und fest in ihrer Agenda zu verankern. Wir hoffen alle, dass sie dabei erfolgreich sein und wir ab 2020 attraktives Frauenringen sehen werden. 

Ali Cingöz verstorben

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Unser Sportkamerad Haydar Ali Cingöz ist letzte Woche im Alter von nur 52 Jahren verstorben. Der stets als genügsamer, geselliger, zuverlässiger und lebensfroher Mensch geltende Bauingenieur war zu seiner aktiven Zeit für verschiedene Ruhrgebietsvereine auf der Matte gewesen. Hierbei hatte er sich einen guten Namen gemacht, denn der Freistilspezialist (damals 74/82 kg) gehörte selbst in der 2.Bundesliga zu den absoluten Leistungsträgern seiner Teams. So u.a. beim AC Hörde 04, für den er in den Achtzigerjahren die Ringerstiefel geschnürt hatte.

Doch auch nach seiner aktiven Zeit ist Ali dem geliebten Ringen stets treu geblieben. Bis zuletzt trainierte er die Jugendlichen des KSV 08 Oberhausen und war des Öfteren auch bei Veranstaltungen zugegen, um die Geschehnisse rund um seinen Sport zu verfolgen.

Die Beisetzung wird am Montag, 23.09. um 15 Uhr auf dem muslimischen Friedhof Bönen, Friedhofstraße, 59199 Bönen stattfinden.

Mit Ali verlieren wir einen engagierten Sportkameraden und Freund. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Saisonstart in der Bundesliga

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Am 28.09. beginnt die Mannschaftssaison in den Ringer-Bundesligen. Als letzte Teams unseres Verbandes werden nun auch der KSV Witten 07 sowie der RC CWS Merken ins Geschehen eingreifen. In der Nordwest-Staffel der höchsten deutschen Leistungsklasse kommt es zum Saisonauftakt dabei zum Knaller, denn die beiden NRW-Teams treffen sofort aufeinander. Hierbei reisen die Ruhrstädter als Favoriten nach Düren.

Lassen wir uns überraschen, was die Bundesligasaison bringen wird. Während den Wittenern eine vordere Platzierung zuzutrauen ist, dürfte Merken eher die Rolle als Underdog einnehmen, der jedoch durchaus konkurrenzfähig ist und keinesfalls unterschätzt werden darf. Drücken wir unseren beiden Vertretern für die nächsten Wochen und Monate kräftig die Daumen!

 

WM-Bronze für Aline Rotter-Focken

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Sie hat es wieder getan! Aline Rotter-Focken vom KSV Germania Krefeld hat bei den Weltmeisterschaften in Nur-Sultan die Bronzemedaille geholt und sich damit auch in der höchsten Gewichtsklasse in der absoluten Weltspitze fest etabliert.

Groß war die Freude bereits nach dem Einzug ins Halbfinale, welcher gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokyo war. Zwar gab es hier eine knappe Niederlage gegen die spätere Weltmeisterin Gray (USA), doch fand Aline danach in die Erfolgsspur zurück und bezwang im Bronzekampf die kasachische Lokalmatadorin Syzdykova, ihres Zeichens Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele in Rio. Die Medaillensammlung ist damit um ein hochkarätiges Exemplar reicher.

Der Ringerverband NRW gratuliert herzlichst! 

Mediales Interesse am Bundesstützpunkt

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Die strukturellen Änderungen am Bundesstützpunkt Dormagen, welcher zukünftig nicht nur für Frauen, sondern auch für den Männerbereich als solcher zur Verfügung stehen wird, hat in der vergangenen Woche durchaus für mediales Interesse gesorgt. Die Schaffung der neuen Strukturen beinhalten eine Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden ansässigen Vereinen AC Ückerath und KSK Neuss sowie dem Rhein-Kreis Neuss und dem Ringerverband Nordrhein-Westfalen. Diese sieht die Bildung einer „Modellregion Ringen“ vor, der u.a. auch die Absicht zugrunde liegt, die Arbeit an besagtem Stützpunkt in Dormagen und dem Landesstützpunkt in Neuss zu optimieren.

Im Vordergrund stehen des Weiteren auch Aktivitäten im Breitensport, wie z.B. die Schulung von Sportlehrern im Bereich „Ringen und Kämpfen“ oder das Etablieren einer „mobilen Matte“, mithilfe derer eben auch breitensportliche Angebote wie Schul-AGs gemacht werden können.

Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung hatte am 20.09. durch einen größeren Artikel über o.a. Veränderungen berichtet und damit dem Ringen positive mediale Aufmerksam verschafft. Hoffen wir, dass die dort beschriebenen Innovationen einen Schub geben werden, von denen dann der gesamte Ringkampfsport profitieren könnte.

 

Achtelfinal-Aus für Nina Hemmer

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Bei den Weltmeisterschaften in Nur-Sultan (Kasachstan) ist Nina Hemmer (AC Ückerath) im Achtelfinale ausgeschieden. In der 53 kg-Klasse unterlag sie nach einem deutlichen Auftakterfolg der Chinesin Pang und verpasste damit die Runde der letzten acht. Pang war ihrerseits im Halbfinale unterlegen, sodass Nina Hemmer auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde eingreifen konnte.

Zuvor war bei den Greco-Titelkämpfen der für Palästina kämpfende Rabbia Khalil (TV Eintracht Walheim/77 kg) in der Qualifikation gescheitert.

 

SC Solingen gibt auf

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Der SC Solingen hat den Sportbetrieb eingestellt und wird zum 31.12.2019 aus dem Ringerverband Nordrhein-Westfalen ausscheiden. Auch sämtliches Inventar – von der Matte bis zum Handfeger – wurde bereits verkauft und abgeholt. Das Ende des Clubs, der sich lange mit Händen und Füßen gegen das Aus gewehrt hat, ist leider besiegelt.

Damit verschwindet der letzte Ringerverein aus dem Bergischen Land, nachdem zuletzt der VfB Remscheid zum 31.12.2017 unsere LO verlassen hatte. Der Großraum Köln wird damit ebenfalls weiter ausgedünnt: Erst vor kurzer Zeit hatten die TS Frechen sowie der Stommelner RV abgemeldet, das Training beim Ex-Bundesligisten SG Köln-Worringen ruht seit 2013. Und nicht wenige Insider sorgen sich um die Zukunft des Traditionsclubs KSV Efferen, der zuletzt immer weniger in Erscheinung getreten ist und drei Jahre vor seinem hundertjährigen Bestehen ebenfalls angeschlagen wirkt – zumindest nach außen hin.

Rückzüge wie der des SC Solingen sind immer ein herber Nackenschlag und Verlust für unseren Verband und den ganzen Sport. Eine Alternative zu diesem bitteren Schritt gab es jedoch nicht, denn bei gerade noch drei zahlenden Mitgliedern bei unregelmäßigem Trainingsbetrieb machte es einfach keinen Sinn mehr. Die Mühen von Vorstand Klaus Mahler, das Ringen in Solingen aufrecht zu erhalten, waren leider vergeblich.

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