Ergebnisse

VL RWG Hörde/Heros Dortmund (v) SU Annen

Drucken
Geschrieben von Oliver Stach
MIt 26:15 gewann die erste Mannschaft der Wettkampfgemeinschaft Hörde / Heros Dortmund den Verbandsliga Vergleich gegen die Mannschaft der Sport-Union Annen. Die Wittener liessen hierbei die 120 Kilo Klasse unbesetzt und Sevket Karapinar musste zudem auf Grund einer nocht nicht genügend kurrierten Verletzung seinen Kampf in der 84 Kilo Klasse aufgeben, sodass hier gleich 8 Punkte von Annen als Gastgeschenk auf den Tisch gelegt wurden. Allerdings hatte der Dortmunder Mirko Picht auch in der 60 Kilo Klasse Übergewicht, sodass die Dortmunder das Gastgeschenk so erwiderten, den Kampfabend allerdings auch so auf 7 Kämpfe eindampften.
Habibivand — Taskiran
Mattenleiter Jurij Gladyschev machte eine gute Figur auf der Matte und konnte bei den zum großten Teil knackig kurzen Kämpfen den Sieg für die Dortmunder Heimmannschaft nach gut einer Stunde Kampfzeit festhalten.

Der Kampf begann mit dem vorgezogenen Kampf in der 74 Kilo Freistil Klasse zwischen Nima Habibivand und dem Annener Tayfun Taskiran. Habibivand dominierte entsprechend den Erfahrungsverhältnissen den Kampf deutlich und holte sich so einen einen technisch überlegen Punktsieg. Doch all zu leicht machte es ihm sein Annener Gegner Taskiran jedoch nicht und hielt erfrischt gut dagegen, sodass sich trotz des am Ende recht eindeutigen Ergebnisses vom 8:_0, 6:0, 5:0 doch ein sehr schöner Kampf auf der Matte ergab. Zwar konnte Taskiran keinen seiner Angriffe erfolgreich in Punkte wandeln — Habibivand war auch recht gut drauf an diesem Abend und staubte zudem
Bautza — Celik
aus den Kontermöglichkeiten ganz gut ab — steckte aber nicht auf und kassierte zu Recht ein anerkennendes Schulterkopfen seines Dortmunder Gegners.

Etwas unvorsichtig steckte im 55 Kilo Kampf Griechisch-römisch der Dortmunder Christoph Bautza seinen Kopf unter die Arme des Anneners Umut Celik und wurde hierfür prompt bereits nach 5 Sekunden Kampfzeit vom Celik in dieser Lage auf die Matte gebracht. Celik hatte nun alle Zeit der Welt und behielt die Nerven: in aller Ruhe hielt der kräftige Annener seinen Gegner auf dem Boden und arbeitete sich Stück für Stück zum Schultersieg. Bautza kreiselte mit seinem Gegner gut eine Minute über die Matte und konnte es jedoch nicht verhindern, dass mit jeder Umdrehung der Griff des Anneners besser saß. Gut eine Minute dauerte
Brüske — Pumilia
der Abwehrkampf des Dortmunders, dann waren die Kräfte erschöpft: Celik zog noch einmal an und hatte den Kampf mit einem Schultersieg beendet.

Keinen Gegner hatte der Dortmunder Patrik Mohammad in der 120 Kilo Klasse. Fürs Antreten gab es vier Punkte und den Ausgleich im Mannschaftskampf.

Genau so schnell war auch der Kampf in der 60 Kilo Klasse: Bis auf 200 Gramm konnte sich der Dortmunder Mirko Picht dem 60 Kilo Limit nähern können und ging mit diesem Übergewicht über die Waage. Sein jugendlicher Gegner Sebastian Weber bekam so die vier Punkte frei Haus. Einen Einlagekampf liessen die Regel jedoch nicht zu.

Somit ging es weiter mit dem Kampf in der 96 Kilo Klasse zwischen Altmeister Klaus Brüske und dem Annener Salvatore Pumilia. Gut eine halbe Minute benötigte der Dortmunder Brüske, bis er sich seinen jugendlichen Gegner für einem Kopfhüftzug passend auf die Matte gestellt hat. Mit Schwung (und natürlich saß ich mal wieder falsch)
Maksic — Demiray
legte Brüske Pumilia so auf die Matte: der Griff saß sicher: Nach knapp einer Minute musste Pumilia hier seine Schulterniederlage anerkennen.

Ein heisses Gefecht lieferten sich im letzten Kampf vor der Pause der Annener Mustafa Demiray gegen seinen zwei Jahre jüngeren Gegner Marko Maksic. Maksic — so gerade für die Liga startberechtig — zeigte sich von dem stark vorpreschenden Demiray recht wenig beeindruckt und nutzte für sein Alter doch schon recht abgebrüht hieraus die Chancen für schöne und punktewirksame Kontergriffe. Demiray kommentierte seine Stellungsfehler mit ein paar Eigenohrfeigen, doch so richtig fruchtet dies erst in der dritten Runde. Zunächst versuchten sich beide im Standkampf erfolglos an einem Armdrehschwung: geschickt wich jeweils der Gegner aus. Bei einem zweiten Versuch von Maksic an dieser Technik traute sich Demiray trotz des von Maksic noch gehaltenen Armes hinter den Dortmunder zu gelangen, was allerdings aus der Lage so ziemlich aussichtslos war: Maksic drückte sich einfach nach hinten und Demiray so zwei Punkte an den Dortmunder ab. Wieder im Stand gab Demiray sich aber noch nicht geschlagen und legte mit einem herrlichen Kopfhüftzug seinen Gegner in die gefährliche Lage. Vermutlich hätte Demiray wohl bei einer etwas größeren Matte den Kampf an dieser Stelle auch gewinnen können, sehr gut lag der Annener nun über Maksic. Doch auf der kleinen Hörder Matte ist der Mattenrand praktisch nach jeder größeren Amplitude bereits in unmittelbarer Nähe, sodass Maksic seinen Kopf hier wieder aus der Schlinge respektive von der Matte bringen konnte. Nun mit 2:3 in Rückstand war Maksic im Zugzwang und er löste die Aufgabe hervorrangend. Kaum wieder im Stand zog er sich seinen Gegner zur Brust und legte Demiray mit einer ebenso astreinen Schleuder auf die Matte. (Ist ein sehr gutes Foto: diesmal saß ich an der richtigen Stelle und Jurij war auch so rücksichtsvoll, so weit es ihm möglich
Przydoda — Demiray
war, auf eine Abdeckung meiner Linse zu verzichten). Mit seiner Drei konnte Maksic auch die dritte Runde entscheiden, was ihm zudem bei einem Endstand von 5:1, 6:1, und 5:3 zusätzlich vier Mannschaftspunkte auf Grund der 11 Punktedifferenz bescherte.

Der erste Kampf nach der Pause war sehr kurz: Sevket Karapinar gab seinen Kampf gegen Faruk Uzun unmittelbar auf, was den Dortmundern den zwanzigsten Mannschaftspunkt bescherte.

Die Dortmunder Heimmannschaft benötigte daher nur noch einen Punkt um den Mannschaftskampf für sich zu entscheiden und dieser fehlende Punkt konnte Damian Przydoda im nachfolgenden 66 Kilo freistil Kampf gegen den Jugend Ringer Hasan Demiray überraschend schnell beisteuern: Nachdem Przydoda unmittelbar Kontrolle über seinen Annener Gegner gewinnen konnte, kippte er seinen Gegner zunächst einmal kurz über die rechte Schulter nur um sich den nun stark rechtseitig abstützenden
Baum — Lohmann
Demiray auf der linken Seite nun mit einer Brustquetsche auf die Matte zu bringen. Demiray war hiervon völlig überrascht und ging erst einmal platt auf die Schultern, bevor der Annener hier zur Verteidigung eine Brücke aufbauen konnte. Gladyschev entschied hier trotz einiger Proteste der Annener Bank jedoch bereits auf einen Schultersieg für Demiray, welcher zwar recht kurz gehalten, aber dennoch von Przydoda mit deutlichen Andruck ausgeführt war und damit vermutlich völlig zu Recht gegeben wurde.

Recht verhalten gingen im nachfolgenden 84 Kilo Kampf der Annener Christopher Lohmann und Stefan Baum auf die Matte. Lohmann taste sich zunächst vorsichtig an seinen Gegner heran, konnte aber bereits im Griechisch-römischen Standkampf vier Punkte erzielen und erhielt so auch die erste Oberlage: ein weiterer Durchdreher und Lohmann hatte die erste Runde gewonnen. Die zweite Runde war dann recht kurz: Bei
Nowotarski — Karapinar
dem Versuch von Baum seinen Gegner mit einer Wurftechnik auf die Matte zu bringen, hielt Lohmann dagegen und brachte so seinen Gegner aus dem Gleichgewicht: Baum fiel mit seinem Gegner auf der Brust so rücklinks auf die Matte. Hier hatte der Annener Lohmann nun recht leichtes Spiel: Mit beiden Armen über Baum liegend beendete Lohmann den Kampf an dieser Stelle mit einem Schultersieg.

Zum letzten aber auch zum hochklassigsten Kampf des Abends traten dann beim Stand von 24:12 für die Heimmannschaft der Dortmunder Patrick Nowotarski und Birol Karapinar im (!) griechisch-römischen Stil gegeneinander an. In den ersten beiden Runde konnte sich Nowotarski jeweils erwartungsgemäß im Standkampf durchsetzen und bekam so die erste Oberlage: hier gelang es dem Dortmunder jedoch nicht genügend Punkte zu machen: kaum war Karapinar selbst am Zug konnte der Wittener Nowotarski die Runde wieder abknöpfen: Mit 3:4, 2:3 ging Karapinar zunächst in Führung. In der dritten Runde fehlte Karapinar dann in in der letzten Halben Minute dann doch die Kraft um das Spiel ein drittes Mal zu wiederholen: mit 4:2 kam Nowotarski wieder zurück in den Kampf. In Runde vier war dann bei beiden etwas der Druck heraus: Nowotarski bekam durch Gladyschev die erste Oberlage zugesprochen und konnte so mit 1:1 nach Runde ausgleichen. In der fünften Runde konnte Karapinar im Stand eine kleine Wertung erzielen, welche der erfahrende Annener dann auch sicher nach Hause brachte. Mit 2:3 gewann Karapinar den griechisch-römischen Kampf gegen den Dortmunder Nowotarski und stellte so zum finalen 26:15 Endstand ein.