Ergebnisse

BZL TSG Herdecke II (v) RG Erkenschwick/ Westerfilde

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Geschrieben von Oliver Stach
Etwas sparsam an Kämpfen war der Bezirksligavergleich zwischen der zweiten Mannschaft der TSG Herdeck und der Wettkampfgemeinschaft Erekenschwick/ Westerfilde. Im Vorkampf zur Oberligabegegnung konnte der Gastgeber nur in sechs Gewichtsklasse einen Ringer an die Matte bringen, sodass die in voller Kampfstärke angetretene Wettkampfgemeinschaft gleich mit acht Zählern Vorsprung in den Vergleich gehen konnte.
Jonas van der Meeren
Da weiterhin in dem vom Jungkampfrichter Jonas van der Meeren sehr ordentlich geleiteten Vergleich noch zwei Aktive der Heimmannschaft ihre Kämpfe vorzeitig aufgeben musste, stand am Ende dann ein deutlicher 7:23 Sieg der Gastmannschaft. Damit hat die Kampfgemeinschaft alle bisherigen Kämpfe der Hinrunde für sich entscheiden können und verteidigt hierdurch soverän Platz Eins in der Bezirksliga Ost.

Vorgezogen wurde der Kampf in der 96 Kilo Freistil Klasse: hier standen sich für die Kampfgemeinschaft Ali Iflazoglu und für Herdecke Jose-Antonio Maturell-Guererrero gegenüber. Der Herdecker Maturell-Guererrero machte es sehr kurz und gab nach einmal Mattenführung den Kampf unmittelbar auf.

Trost — Fiedler
In der 55 Kilo Klasse hatte der Erkenschwicker Benedetto Zito (mal wieder) keinen Gegner und erhielt somit vier Punkte fürs einmalige Armeheben gutgeschrieben.

Im griechisch-römischen Stil standen sich in der 120 Kilo Klasse für Herdecke Florian Trost und Stefan Fiedler gegenüber. In der ersten Runde konnte Fiedler seinen Gegner recht kontrollieren und holte sich die Runde mit 1:6 nach Punkten. Zwar war der Herdecker Trost durchaus aktiv, doch seine Versuche seinen um einen halben Kopf größeren Gegner mit einem Angriff über den Kopf auf die Matte zu bringen, konnte der Westerfilder durch Aufrichten recht gut abwehren, sodass der kleinere Trost hier nicht zum Zuge kam und sich aus seiner Angriffslage besser in die Unterlage flüchten konnte. Trost blieb auch in der zweiten Runde bei diesem Konzept und blieb bissig an Fiedler dran. Der erste Versuch ging noch daneben — Trost musste in die Unterlage und gab erst einmal einen Punkt ab, Doch beim zweiten Mal sass der Angriff besser und Fiedler liess drei Punkte bei Trost. Trotz der deutlichen Führung blieb Trost nun an seinem etwas eingeknickenden Gegner dran: In Standkampf konnte sich der Herdecker den Kopf seines auf einem Knie gegangenen Gegners unter den Arm klemmen und versuchte mit viel Kraft Fiedler per Kopfrolle auf den Rücken. Fiedler kam noch so gerade wieder in den Stand und vermochte so den Angriff abblocken. Trost musste nun lösen und flüchtete sich in die Bodenlage, wobei er auf halben Wege von Fiedler aufgefangen wurde. Fiedler drehte seinen Gegner einmal durch und konnte die Runde so wieder an sich bringen. Klasse Aktion! Auch in der dritten Runde war Trost im Angriffsmode, während der Westerfilder Punkte aus den sich ergebenen Kontermöglichkeiten holen konnte. Bim Stand von 0:2 ging somit der Westerfilder in die Oberlage, wobei Trost hier Wertvolles verhindern und so einen Punkt aufholen konnte. Selbst in Oberlage setzte Trost in Angesicht der drohenden Niederlage alles auf eine Karte und konnte Fiedler aus der Banklage mit einer Zwei über die Schultern drehen.
Jaschinski — Karagöz
Mattenleiter van der Meeren unterbrach den Kampf an dieser Stelle: im Stand ging es weiter. Fiedler — im Rückstand liegend — musste nun in den verbleibenden 20 Sekunden noch einmal aus sich heraus, drückte Trost im Standkampf in den Boden und vermochte erfolgreich seinen Gegner mit einer Kopfrolle auf die Schultern legen — allerdings wohl nicht mehr rechtzeitig vor der Zeit: die Runde und den Kampf konnte sich der Westerfilder dennoch sichern.

Ein farbiges Gefecht lieferten sich auch in der 60 Kilo Klasse die beiden Jugendringer Sascha Jaschinski und Abid Karagöz. Der so gerade für die Liga startberechtigte Erkenschwicker Karagöz griff hierbei recht eifrig an, allerdings doch noch etwas stürmisch und nicht bei jeder Aktion griffsicher: so brachte sein erster Versuch Jaschinski mit einer Armschleuder auf die Matte zu bringen, Karagöz selbst in die
Jaschinski — Karagöz
Unterlage. Jaschinski versuchte hier seinen Gegner über die Brust auf den Rücken zu drehen, doch Karagöz war viel zu quirlich, als dass es dem Herdecker gelingen konnte den Hebel auch nur ansatzweise wirksam werden zu lassen. Im Gegenteil: der Erkenschwicker drehte sich unter Jaschinski wieder in den Stand, schnappte sich dessen Kopf und versuchte so den Herdecker so selbst zu bezwingen. Den ersten Ansatz konnte Jaschinski noch abwehren, beim zweiten Mal war Karagöz dann erfolgreich: Pech für ihn, dass die Aktion den Herdecker ins Blaue beförderte. Wieder im Stand blieb Karagöz fest an seinem Gegner: doch der etwas voreilig angesetzte Kopfhüftzug wäre dann Karagöz fast zum Verhängnis geworden. Jaschinski brachte Karagöz aus dem Gleichgewicht, legte den Erkenschwicker so in die Rückenlage und versuchte den Kampf nun zu beenden. Gut 20 Sekunden benötigte Karagöz sich wieder aus dieser Lage herauszu drehen: nur knapp entging Karagöz der Schulterniederlage. Wieder im Stand konnte Jaschinski seinen nun doch etwas vorsichtigeren Gegner überwinden und Karagöz einpunktig kontrollieren. Doch Halten konnte Jaschinski Karagöz in dieser Lage nicht besonders lange, flott hatte sich Karagöz aus der Lage befreit, fing den nachsetzenden Jaschinski geschickt ab und konnte sich so in selbst die Oberlage bringen. Hier versuchte sich Karagöz an einigen Hebeln, allerdings lag Jaschinski recht stabil und zudem ging Karagöz die Zeit aus, um hieraus etwas wirksames für sich erzielen zu können. Mit 5:2 holte sich Jaschinski so Runde Eins. Die zweite Runde war ein Spiegel der ersten: Der erste Angriff kam von Karagöz, diesmal
Eiglsperger — Holländer
erfolgreich: Jaschinski wich dem Angriff des Erkenschwicker über den Mattenrand aus und gab so einen Punkt ab. Wieder im Stand versuchte Karagöz einen Angriff von Oben, doch der hierzu fehlt dem jungen Erkenschwicker noch so Einiges an Kraft: Jaschinski drückte Karagöz zurück und Karagöz ruderte mit 90° Neigung über die Matte. Jaschinski konnte wieder nicht schnell genug seinen Gegner packen, hatte aber dann mehr Glück in nun folgenden Standkampf: Der Herdecker zog sich Karagöz gut auf, sodass Karagöz sich in die Bodenlage gehen musste. Doch Jaschinski konnte diesmal seine Arme um die Brust seines Gegners schließen und drehte Karagöz so auf den Rücken. Diesem Ansatz konnte sich Karagöz per Drehung noch entziehen, doch in Folge des Abwehrkampfes arbeitete sich Jaschinski zum Kopf vor und beendete den Kampf kurz vor Ende der zweiten Runde mit einem Schultersieg.

Keinen Gegner hatte der Erkenschwicker Ferhat Demir in der 66 Kilo Freistil Klasse. Kampflos gab es somit vier weitere Punkte für das Konto der Gäste.

Recht wenig Möglichkeiten hatte im anschließenden 84 Kilo Kampf griechisch-römisch der Herdecker Jugendringer Thorsten Eiglsperger gegen den "etwas" erfahrenen Ingo Holländer. Eiglsperger — eher gewichtsmäßig eine Klasse tiefer @home — konnte es im Standkampf nicht verhindern, von Holländer aus dem Stand mit einer Kopfschleuder in die Bodenlage gebracht zu werden. Holländer hielt den Griff, zog sich Eiglsperger wieder zurück in die Matte und wiederholte den Wurf noch ein zweites Mal. Mit vier Punkten Vorsprung ging es somit für Holländer in die Bodenlage: Der Westerfilder hob Eiglsperger aus Bank aus und konnte so eine weitere Zwei und damit die Runde gewinnen. In
Eiglsperger — Holländer
der zweiten Runde konnte Holländer einem Angriff von Eiglsperger ausweichen und brachte sich so hinter seinen vorschnellenden Gegner. Noch bevor Eiglsperger Haftgrund entwickeln konnte, setzte Holländer erfolgreich zu einem Durchdreher an, wobei in Folge dessen, beide Ringer die Matte verlassen mussten. Weitere Aktionen lies Eiglsperger nicht zu musste aber zuerst in die Unterlage. Hier griff der Westerfilder Eiglsperger wieder über den Kopf an: Eiglsperger versuchte sich durch Aufrichten dem Griff von Holländer zu entziehen: was letztendlich sich als Fehler entpuppte. Holländer nutzte den
Trost — Yilmaz
kurzzeitig instabile Standpunkt seines Gegners und drückte den noch nicht voll aufgerichteten Eiglsperger nach Hinten: Eiglsperger fiel so auf den Rücken und damit war der Kampf beendet: zwar konnte sich Eiglsperger noch 20 Sekunden in der Rückenlage halten, doch über die Zeit kam der Herdecker nicht mehr: Holländer beendete den Kampf mit einem Schultersieg.

Recht kurz war der Kampf in der 74 Kilo Klasse griechisch-römisch. Hier stand für Herdecke Sebastian Trost und für die Kampfgemeinschaft der Westerfilder Erhan Yilmaz gegenüber. Yilmaz konnte den recht zurückhaltend in den Kampf gehenden Trost nach gut 10 Sekunden Kampfzeit bereits in die Unterlage bringen. Obwohl Trost sich recht gut an den Boden bringen konnte, hob Yilmaz seinen Gegner vom Boden auf und warf mit einer Fünf Trost von der Matte. Die Landung des
Theis — Theuerkauf
Herdeckers war dabei etwas unglücklich; eine zweite Runde wollte Trost daher nicht mehr und gab den Kampf unmittelbar nach der Pause auf.

Im letzten Kampf des Kampfabends konnten die Herdecker Mannschaft noch einen Sieg feiern. Im 74 Kilo Freistil Kampf konnte Niko Theis einen 3 Runden Punktsieg gegen den erfahrenen Uwe Theuerkauf erzielen. Und dabei hatte der Westerfilder Ringer noch gut Glück: ein misslungener Beinangriff von Theuerkauf konnte Theis in der ersten Runde geschickt nutzen und drehte seinen Gegner in die gefährliche Lage. Über eine halbe Minute konnte Theuerkauf sich in der unbequemen Lage mit angespannter Bauchmuskulatur halten — Theis lag jedoch zu weit über seinem Gegner und hatte daher recht wenig Möglichkeiten den Kopf von Theuerkauf anzuziehen. Den ersten Versuch von Theis sich hier eine bessere Lage zu verschaffen, nutze der erfahrenen Westerfilder dann aber auch gleich aus sich auch dem Staub zu machen: die Runde war aber Theis dann bei einem Stand von 3:0 nicht mehr zu nehmen. In Runde zwei und drei passierte relativ wenig: Theis war genügend sicher auf der Matte und wartete hier die Beinangriffe von Theuerkauf ab. Der Westerfilder tat seinem Gegner den Gefallen, musste sich dann aber den den überlegenen Körpermassen von Theis beugen: Theis verankerte sich bei allen Angriffen recht sicher bei seinem Gegner an den Beinen und konnte hieraus dann auch kleine Wertungen erarbeiten, um sich so Runde zwei und drei zu sichern.