Ergebnisse

LL TKSV Duisdorf (v) KSV Euskirchen

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Geschrieben von Oliver Stach
Mit 20:20 trennten sich im Landesligavergleich der Gruppe West die zweite Mannschaft des TKSV Duisdorf und die des KSV Euskirchen. Da beide Mannschaften nicht komplett stellen konnten — sowohl Duisdorf als auch Euskirchen hatten nur 8 Punkteberechtige Ringer auf der Waage stehen — stand es schon vor dem Beginn des Vergleiches 8:8.
Daniela Ewert
Zusammen mit einem Einlagekampf hatte die eingesetzte Mattenleiterin Daniela Ewert somit nur sieben Kämpfe auf der Matte, welche diese gut über die Bühne brachte.

Los ging es mit dem vorgezogenen Kampf in der 74 Kilo Klasse griechisch-römisch. Der Euskirchener Marco Bartusch hatte es aus privaten Gründen recht eilig und suchte daher auch auf der Matte eine
Galwas — Bartusch
schnelle Entscheidung. Schnell hatte daher Bartusch seinen Duisdorfer Gegner Carsten Galwas umlaufen und brachte sich punktewirksam in Position. Einen Durchdreher brachte Bartusch an den Mattenrand, doch Galwas konnte die Drehung halten und nahm somit Bartusch selbst zwei Punkte ab. Allerdings fehlt da wohl dem jungen Duisdorfer Aktiven noch die notwendige Gelassenheit, diese Lage in aller Ruhe für sich nutzen zu können. Im Eifer des Gefechtes lehnte sich Galwas viel zu weit nach hinten, sodass Bartusch seinen Gegner über sich hinwegziehen konnte und so seinen Fehler ausmerzen konnte. Wieder im Stand beendete dann Bartusch den Kampf vorzeitig: Aus dem Stand konnte Bartusch den Kopf seines Gegners niederdrücken und Galwas fiel in dieser Lage rücklinks zu Boden. Zwar versuchte der Duisdorfer seinen Gegner noch über sich hinwegzuziehen, doch Bartusch stabilisierte seinen Sturz über den Kopf und hatte damit Galwas unmittelbar auf den Schultern. Mattenleiterin Ewert kopfte zum Schultersieg für Bartusch ab.

In der 55 Kilo Klasse standen sich im griechisch-römischen Stil für Duisdorf Timo Hirzmann und für Euskirchen Magomed Unusov gegenüber.
Hirzmann — Unusov
Der Euskirchener dominierte den Kampf und konnte diesen auch vorzeitig für sich entscheiden. Nachdem Unusov Runde Eins mit 0:6 gewonnen hatte, kam Hirzmann nach einer Armschleuder vom Unusov in die gefährliche Lage aus der sich der Duisdorfer nicht mehr befreien konnte. Beim Stand von 0:4 musste sich Hirzmann auf Schultern geschlagen geben.

Ähnlich eindeutig aber mit umgekehrten Vorzeichen war auch das Kräfteverhältnis im nachfolgenden Kampf der 120 Kilo Klasse. Der Euskirchener Agid Asis-Amadi stand gegen den den körperlich überlegenen Duisdorfer Patrick Zimmermann auf verlorenen Posten und kämpfe hauptsächlich gegen die vorzeitige Niederlage. In der ersten Runde hatte sich Zimmermann Asis-Amadi mit einem Einsteiger schon passend zurecht gelegt, doch Asis-Amadi konnte sich aus dieser Technik
Zimmermann — Asis-Amadi
noch befreien, gab aber die Runde mit 7:0 technisch unterlegen ab. In der zweiten Runde gelang Asis-Amadi dieses Kunststück bei einem von vorn über den den Kopf geführten Angriff von Zimmermann nicht mehr. Beim Stand von 4:0 brachte Zimmermann die Aktion erfolgreich zum Abschluss und schulterte Asis-Amadi.

Keinen Gegner hatten die Duisdorfer für den Euskirchener Aslambek Mugajev, was vier kampflose Mannschaftspunkte für die Gastmannschaft bedeuteten.

Einen technisch überlegenen Punktsieg konnte der Duisdorfer Peter Sawadsky gegen den Euskirchener Niklas Klassen erzielen. Dabei schien der im griechisch-römischen Stil geführte Kampf sich bereits nach 20 Sekunden Kampfzeit entscheiden zu wollen. Klassen unterschätzte wohl etwas seinen graumelierten Gegner lies Sawadsky viel zu viel Raum: Blitzschnell packte sich daher der Duisdorfer den Kopf seines Gegners und legte Klassen per Kopfhüpfzug auf die Matte. Trotz des guten
Sawadsky — Klassen
Ansatzes von Sawadsky konnte sich Klassen aus dieser Lage wieder befreien. Weitere Aktionen dieser Art liess dann Klassen nicht mehr zu, musste aber auf Grund des Rückstandes als erstes in die Bodenlage. Hier war dann der Duisdorfer in seinem Element: zwei Durchdreher und der Duisdorfer beendete die erste Runde mit 7:1 vorzeitig. In Runde zwei und drei machte Sawadsky im Standkampf genügend Druck um sich bei Mattenleiterin Ewert jeweils die erste Bodenlage sichern zu können. Dies nutzte der Duisdorfer für die ein oder andere gelungene Bodentechnik. In Unterlage liess Sawadsky die Angriffe von Klassen erfolgreich ins Leere laufen, sodass diese beiden Runden mit 4:0 und 5:0 von Sawadsky entschieden wurden.

In der 66 KIlo Klasse griechisch-römisch ging für Duisdorf Daniel Persch und für Euskirchen Waldemar Frank auf die Matte. Der Duisdorfer Persch konnte in der ersten Runde gleich dreimal hintereinander den linken Arm von Frank einschließen und schob so seinen dem Angriff zurückweichenden Gegner von der Matte. Ein viertes
Persch — Frank
Mal wollte sich Frank nicht von der Matte bringen lassen, was allerdings Persch die Möglichkeit gab, seinen Gegner mit einer lupenreinen drei auf die Matte zu bringen. In der zweiten Runde lies sich Frank nicht mehr so einfach vom Duisdorfer aufmischen und konnte im Standkampf nun auch selbst Akzente setzen. Persch hatte allerdings beim dem sehr offenen Kampf die besseren Karten und kam beim Stand von 6:2 in die Oberlage. Hier hob Persch seinen Gegner aus der Bank, drehte Frank sehr hoch mit 60 Zentimeter Flughöhe über die Matte und hatte auch die zweite Runde im Sack. In der dritten Runde konnte sich zunächst der Euskirchener mit einer kleinen Mattenverdrängung behaupten, wurde dann aber von Persch im Standkampf mit einem Ansatz für einen Schulterwurf böse aus dem Gleichgewicht gebracht. Zwar konnte Frank einen Abflug verhindern, doch Persch schob — immer noch den Arm des Euskircheners fest umschlossen — in der Bodenlage nach und drehte so Frank fast auf die Schultern. Frank
Sahin — Sitner
rollte sich noch auf die Brust, doch Persch hatte hierdurch genügend Zeit seine Arme gut um seinen Gegner zu bringen. Drei schnelle Durchdreher legte der Duisdorfer nun nach und beendete auf den letzten Mattenzentimetern die Runde und den Kampf vorzeitig.

Einen technisch sehr schönen Freistil Kampf lieferten sich in der 84 Kilo Klasse der Duisdorfer Salih Sahin und Siegfried Sitner. Im Standkampf konnte sich die beiden Griffkünstler in jeder der drei Runden des Kampfes jeweils wechselseitig überraschen und zeigten mit ihren jeweiligen 3ern durchaus Sehenswertes. In Runde eins konnte zunächst der Euskirchener Sitner das Rennen machen und brachte sehr erfolgreich eine Schleuder an. Sahin konnte zwar hier nachsetzen und drückte Sitner rückwärts auf die Matte. Doch Sitner ging nicht über die punktewirksamen 90° und das gute Auge von Mattenleiterin Ewert lies hierbei auch keine Punkte für den Duisdorfer zu. Brenzeliger wurde es dann für Sitner in Runde zwei: Sahin pickte sich mit einem Beinangriff den Euskirchener von der Matte und legte sich den zappelnden Sitner auf die Schulter. Sahin packte kurzerhand um, brachte so den Rechte an den Nacken von Sitner und beförderte so seinen Gegner in die gefährliche Lage. Der Euskirchener benötigte schon viel Kraft hier wieder herauszukommen. In Runde drei hatte Sahin bei ähnlicher Situation nicht so viel Glück: Wieder mit einer Schleuder entzog Sitner seinem Gegner den Stand, konnte sich aber im Gegensatz zur ersten Runde gut über Sahin legen, sodass der Duisdorfer
Nass — Mugajev
keine Chance hatte, aus dem Griff sich noch herauszubringen: Beim Stand von 0:3, 3:0, 0:3 beendete Sitner der Kampf mit einem Schultersieg.

Bevor mit dem Einlagekampf von Markus Nass und Adam Mugajev der Kampfabend abgeschlossen werden konnte, musste Mattenleiterin Ewert noch zwei Siegerehrungen über die Matte bringen. Sowohl für Rolf Monschau in der 66 Kilo Klasse, als auch für Marc Zöller in der 84 Kilo Klasse, hatten die Euskirchener keinen Gegner auf der Matte, sodass hier Duisdorf sich noch einmal Acht Punkte gutschreiben lassen konnte und sich rechnerisch mit 20:16 in Führung brachte.

Allerdings ging im abschließenden Kampf zwischen Adam Mugajev und Markus Nass der Duisdorfer mit reichlich Übergewicht auf die Waage, sodass Mugajev von seinem 10 Kilo schwereren Gegner vier Punkte erhalten hatte und somit bereits den 20:20 Ausgleich vor dem Kampf erzielte. Im Einlagekampf machte sich der Gewichtsunterschied dann deutlich bemerkbar: Mugajev brauchte schon viel Kraft, um sich mit seinem 3-4 Punkte/Runde Konzept bei seinem Gegner durchzusetzen. Der sich in den Dienst der Duisdorfer Mannschaft gestellte Nass konnte in den ersten beiden Runden gegen den Oberligaerfahrenen Mugajev zwar keine eigene Aktion anbringen, jedoch bliebt der Euskirchener bei einem Ankippversuch quasi unter seinem Gegner stecken und ermöglichte so Nass auch zwei Wertungspunkte. Schön auch die Aktion zur Beginn der dritten Runde, als Nass einen Beinangriff des Euskirchneners erfolgreich parieren konnte und so seinen Gegner aus der Kampfzone befördern konnte. Somit musste Mugajev dann noch einmal richtig Gas geben, um sich den gewünschten technisch überlegenen Punktsieg auch sichern zu können. Mit einigen schnellen Beinangriffen konnte dann auch Mugajev seinen nun konditionell doch schon arg gebeutelten Gegner in den nächsten 60 Sekunden Kampfzeit dann auch zweimal überwinden und anschließend am Boden noch einmal Punkte nachlegen.