Ergebnisse

OL KSK Konkordia Neuss (v) KSV Witten

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Geschrieben von Oliver Stach
Als doch sehr schwach präsentierte sich die zweite Mannschaft des KSV Witten in der Oberliga Begegnung am vergangenen Freitag der zweiten Mannschaft des KSK Konkordia Neuss. Durch einige Aderlasse in Richtung der ersten Mannschaft gingen vor 45 Zuschauern nur neun Ruhrstädtler über die Waage, wobei der Wittener Mannschaftsführer Frank Weniger in der 84 Kilo Klasse sich selbst auf die Wiegeliste schreiben musste und hier den Kampf nach Punkteversenkung auch unmittelbar aufgab. Mit zwei Jugendringern war dann aber auch der KSV vor allen in der zweiten Kampfeshälfte an dem heutigen Kampfabend nicht konkurenzfähig und kam daher mit fetten 30:10 beim Vergleich der Reservemannschaften der beiden NRW Spitzenclubs so richtig unter die Räder. Eine sehr sichere Hand hatte an diesem Abend Mattenleiter Hasan Agca und brachte die Partie ohne Schwierigkeiten über die Matte.

Marjalke — Fiedler
Keinen Gegner hatte der Wittener Arthur Eisenkrein in der 55 Kilo Klasse. Witten erhielt hierdurch vier Punkte.

Recht vorhersehbar war der Kampfverlauf in dem nachfolgenden 120 Kilo Kampf. Hier stellte Neuss mit Erich Marjalke einen gut 30 Kilo leichteren Ringer gegen den Wittener Sebastian Fiedler. Marjalke machte das, was man als leichtfüssiger Freistil Ringer halt so tut, wenn man auf langfristig angelegte Kreuzschäden verzichten möchte und drei Punkte reichen: übers Knie hangelte sich Marjalke in die Oberlage und arbeitete dann die Zeit ab. Das Ganze müsste ich jetzt noch sechs mal wiederholen um den Kampf komplett hier zu beschreiben; — erspare ich uns hier aber: Marjalke gewann so den Kampf mit 2:0, 2:0, 3:0 nach Punkten.

Ahrweiler — Darvishi
Nur eine Runde dauerte der Kampf zwischen dem Neusser Timo Ahrweiler und dem Wittener Amir Darvishi. Darvishi holte sich seinen Neusser Gegner dreimal über das rechte Knie in die Bodenlage, wobei der Neusser sich zweimal durch Zurückweichen mit Punktabgabge aus der Affäre ziehen konnte bzw. beim dritten Mal hierbei sogar Kontrolle über den viel zu tief eingesprungenen Darvishi gewinnen konnte. Beim vierten Versuch bekam Darvishi seinen Gegner aber richtig in die Finger, faltete sich Ahrweiler über das linke Bein schön auf der Matte zurecht und beendete den Kampf in den letzten Sekunden mit einem Schultersieg.

Hitschke — Schmiers
Recht eindeutig war auch das Verhältnis auf der Matte im nachfolgenden 96 Kilo Kampf zwischen dem Neusser Torsten Hitschke und dem für den in die erste Mannschaft aufgerückten Mesut Kayar nachgerückten Jugendringer Mike Schmiers. In dem im griechisch-römisch geführten Kampf ging für Schmiers in der ersten Runde gar nichts: mit drei schnellen Zweien hatten Hitschke diese Runde vorzeitig in der Tasche. Besser lief es dann für den jungen Wittener in Runde zwei: Zwar war auch hier Hitschke der dominierende, musste aber nach 1:30 Kampfzeit
Sezegen — Yilmaz
beim Stand von 5:1 in die Unterlage und erlaubte dem jungenen Wittener zudem noch einen Durchdreher, sodass Schmiers den Vorsprung von Hitschke zunächst auf 8 Punkte senken konnte. In der dritten Runde war Hitschke abermals seinem Wittener Gegner im Stand überlegen und holte sich hier die notwendigen drei Punkte um einen 11 Punktvorsprung vorlegen zu können. Diesen Vorteil konnte Hitschke halten: in der Bodenlage passierte nichts mehr und Hitschke erhielt mit 6:0, 5:3, 4:1 einen technisch überlegen Punktsieg.

Den leider an diesem Abend einzigen kräftemäßig ausgeglichenen Vergleich legten in einem packenden fünf Runden Kampf der Neusser Serhat Sezegen und Emre Yilmaz auf die Matte. Der Neusser Sezegen konnte in der Partie zweimal eine Runde vorlegen, liess sich jedoch in der nachfolgenden Runde vom Wittener Yilmaz sauber aus der Bodenlage
Khoshin-Nazdik — Daghighian
ausheben und hing anschließend mit schwerer Schlagseite auf der Matte. Nur knapp kam Sezegen in der zweiten und vierten Runde aus dieser Lage wieder heraus; somit ging es beim Stand von 3:0, 0:4, 3:1, 4:5 in die fünfte Runde. Hier leistete sich der Wittener Yilmaz einen kleinen Fehltritt, was Sezegen eine kleine Wertung ermöglichte. Diese brachte der Neusser über die Zeit und entschied so den Kampf mit 2:3 nach Punkten für sich.

Nicht wirklich gefordert wurde im ersten Kampf nach der Pause der Neusser Rouzbeh Khoshin-Nazdik. Der Wittener Aram Daghighian konnte zwar Khoshin-Nazdik kräftemäßig noch das Wasser halten, doch hinsichtlich Technik und vor allem Geschwindigkeit war der Neusser sichtlich um eine Klasse besser und machte daher auch den Kampf. Daghighian hatte daher auch alle Hände damit zu tun sich den stark vorgehenden Khoshin-Nazdik vom Leibe zu halten, letztendlich konnte Daghighian in dem Kampf nur einmal Oberwasser gewinnen. Eine in der dritten Runde recht tief angesetzte Kopfrolle konnte Daghighian in der Bodenlage blockieren und so Khoshin-Nazdik kurzfristig über dessen
Efremov — Brunner
linken Arm kontrollieren. Für einen Punkt reichte dies jedoch nicht; der Neusser schlüpfe nach hinten weg und nahm so Daghighian den notwendigen Hebel. Ansonsten gingen alle Aktionen von Khoshin-Nazdik aus; wobei der Neusser seinen Gegner zweimal gut auf den Schultern hatte aber diese Vorgaben nicht wirklich zwingend verwandeln konnte oder wollte. Der Kampf ging technisch überlegen mit 6:0, 5:0, 6:0 an den Gastgeber.

Auch nur ein Trainingspartner war im nachfolgenden 66 Kilo Freistil Kampf der erst 14-jährige Wittener Nico Brunner für den Neusser Anatolij Efremov. Der Neusser verzichtete daher auf eine übertriebene Gangart und holte sich seine Punkte publikumswirksam mit einigen wohlgefälligen Schulterwürfen und Beinschrauben, wobei er fairerweise stehts für eine sichere Landung des Wittener Jugendringer sorgte. Der technisch überlegene Punktsieg von 6:0, 7:0, 6:0 und damit vier weitere Punkte für Neuss war daher nach gut 4 Minuten Kampfzeit eingefahren.

Noch kürzer war der Kampf zwischen Sergej Lupin und Frank Weniger. Weniger gab den Kampf unmittelbar auf, was Neuss weitere vier Punkte bescheren sollte.

Efremov — Lutter
Keine Bodenhaftung konnte in der 74 Kilo Klasse der Wittener Sven Lutter im Kampf gegen Michael Efremov entwickeln. In dem im freien Stil ausgetragenen Kampf heftete sich Efremov in jeder der drei Runden schnell hinter seinen Wittener Gegner und drehte diese flott dreimal über die Matte, sodass die drei Kampfrunden jeweils unter 30 Sekunden beendet waren. Entsprechend monoton auch das jeweilige Runden Ergebnis von 7:0. Technisch Überlegener Punktsieg für Efremov.

Da für die abschließende 74 Kilo Klasse griechisch-römisch sich wohl niemand in Witten auf die Matte treiben liess, kam der Neusser Gökalb Sel kampflos zu seinen vier Punkten.