Ergebnisse

Deutsche Meisterschaften Männer GR

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Geschrieben von Egon Janz
Medaillenhoffnungen erfüllten sich nicht

Das Abschneiden der NRW-Athleten war ernüchternd. Drei fünfte Plätze können nicht zufrieden stellen. Nur Platz 7 in der Länderwertung.

Im griechisch-römischen Stil im nordbadischen Kirrlach starteten 11 Athleten für unseren Landesverband. Kurzfristig hatten der Bonner Juri Baron und der Walheimer Mehmet Kasim Aras auf ihre Teilnahme verzichtet. Auch andere Verbände hatten ähnliche „Verluste“ zu beklagen, so dass sich das Teilnehmerfeld in Kirrlach von ursprünglich 130 auf 112 reduzierte.

Holk — Engel
Peter Weber, ehemaliger DRB-Pressereferent und das Team seines Vereins organisierten wie erwartet eine reibungslose Durchführung. Kein Wunder, zum siebten Mal richteten die Kirrlacher eine Deutsche Meisterschaft aus.

DRB-Präsident Manfred Werner ordnete den sportlichen Stellenwert dieser Meisteschaft in seiner Begrüßung so ein: „Diese Meisterschaft ist Standortbestimmung für unsere Athleten im Hinblick auf die EM 2010 in London.“ Das hieß aber nicht, das nach den Titelkämpfen gleich nominiert würde. Hierzu stellte Bundestrainer Maik Bullmann klar, dass dies erst nach dem Vorbereitungslehrgang in Hennef erfolgen werde.

Challenge erstmals bei den Grecos

Hofmann — Skrypka
Gerungen wurde wieder nach dem Regelwerk der FILA. Erstmalig praktizierte man bei diesen Meisterschaften die „Challenge“. Die „Challenge“ ermöglicht es dem Trainer, im Namen und mit Zustimmung seines Ringers das Kampfgeschehen zu unterbrechen und das Kampfgericht aufzufordern, die erfolgte Bewertung einer Aktion anhand einer Videoaufzeichnung zu überprüfen. Diese Neuerung wurde auch bei den Grecos akzeptiert. DRB-Vizepräsident Maienschein wünschte sich dazu, dass das Publikum in den nächsten Jahren durch einen großen Video-Würfel an den noch vom Kampfgericht zu treffenden Entscheidung teilhaben kann.

Fix — Englich
Aus Sicht unseres Landesverbandes waren die Erwartungen an diese Meisterschaft nicht so hoch geschraubt. Sergey Skrypka, Björn Holk und Ilyas Özdemir gingen mit den größten Chancen auf die Matte.

Skrypka sah seinen Hauptkonkurrenten vor den Kämpfen in der 60 Kg-Klasse in Bengt Trageser, gegen den er im letzten Jahr eine Niederlage hinnehmen musste. Özdemir haderte ein wenig mit der Auslosung. Er fand sich bei der Zuordnung der Paarungen in einem Konkurrentenfeld, dass er aufgrund der Losnummer so nicht vermutet hätte. Björn Holk hingegen nahm alles abgeklärt aber hochkonzentriert.

Manchesmal bestätigen sich Prognosen aber nur zum Teil. So standen neben Ilyas Özdemir, der Adam Juretzko überraschend ausgeschaltet hatte, Denis Novakov und Nils Holk im Kleinen Finale. Dort aber konnte keiner unserer Athleten seinen Kampf siegreich gestalten.

Starkes Turnier von Mirko Englich

Ein hervorragendes Turnier zeigte der Ex-Wittener Mirko Englich. Er präsentierte sich in toller körperlicher Verfassung, scheint seine langwierige Verletzung endgültig überwunden zu haben und an alte Leistungsstärke anknüpfen zu können. Der Titelgewinn in zwei Runden im Finale gegen Andreas Fix, dem letztjährigen Titelträger, dokumentierte einen weiteren Aufwärtstrend.

Das Abschneiden der NRW-Athleten

60 kg / 18 Teilnehmer

Skrypka, Sergey (KSK Konkordia Neuss) 9. Platz
Skrypkas Erwartungen erfüllten sich nicht. Die berechtigte Niederlage gegen Benjamin Hoffmann beendete vorzeitig die Hoffnungen auf einen Podestplatz.
  • Thomas Brösicke (TH) 1/8 Fin. PS 1:0, 4:0
  • Benjamin Hofmann (HES) ¼ Fin., PN 1:3, 0:1


66 kg / 17 Teilnehmer

Denis Novakov (AC Köln-Mülheim)
Zwei Niederlagen und ein Punktsieg in der Hoffnungsrunde bedeuteten letztlich Platz 5 für den Kölner.
  • Frank Stäbler (WTB) 1/8 Fin. PN 0:1, 0:3
  • Patrick Sorg (WTB) HRD PS 2:0, 5:0
  • Mark Wentzke (RB) Kl. Fin. PN 0:1, 2:5


74 kg / 29 Teilnehmer

Lukas Kask (DSC Wanne-Eckel)
  • Jan Rotter (SBD) 1/8 Fin. TPN 0:9, 0:10

Ilyas Özdemir (KSK Konkordia Neuss)
Am Ende stand für den Neusser in ernüchternder fünfter Platz, der nach dem Turnierverlauf ein Dritter hätte sein müssen.

Juretzko — Özdemir
Eigentlich Lospech für Özdemir, bereits im Halbfinale auf Adam Juretzko zu treffen. Juretzko fühlte sich zu sicher. Er tat nicht mehr als vermeintlich notwendig. Ein Durchdreher in Runde 1 reichte zum Rundengewinn. Keine Punkte auch nach 1.30 in Runde 2. Verkehrter Ausheber Özdemir mit einer Einserwertung bedeuteten den Rundenausgleich.

Keine Wertung nach 1.30 in Runde 3. Juretzko wählt Bodenlage. Hat eigentlich alles im Griff. Dann Standkampf. Özdemir zwingt, nachdem alles entschieden schien, 5 Sekunden vor Schluss Juretzko zum Verlassen der Matte. Dies wurde auch nach der Challenge bestätigt. 2:0 Rundensieg für Özdemir. Der letztjährige Deutsche Meister war an eigener Unkonzentriertheit gescheitert und damit aus dem Rennen um den Titel. Die Deutsche hatte ihre erste Riesenüberraschung.

Bogdan Eismont war zwar ein starker Gegner, den Özdemir aber sicher im Griff hatte. Konstantin Schneider, durch die Niederlage Juretzkos gewarnt, war dagegen von dem Neusser nicht zu besiegen.

Im Kleinen Finale geben Fabian Fritz gab Özdemir beim Stand von 0:0 wegen nicht eingenommener korrekter Position eine Zwei ab, das war für den weiteren Verlauf richtungsweisend.
  • Sven Dürmeier (Bayern) Qual. PS 1:0, 3:0
  • Adam Juretzko (NBD) 1/8 Fin. PS 0:2, 1:0, 2:0
  • Bogdan Eismont (SBD) ¼ Fin. PS 1:0, 2:0
  • Konstantin Schneider (SRL) ½ Fin. PN 0:1, 0:6
  • Fabian Fritz (Benningen) Kleines Finale PN 0:2, 0:1

Waldemar Schäfer (KSV Krefeld)
  • Konstantin Schneider (SRL) Qual. PN 0:1, 0:7
  • Damian Hartmann (BRB) HRD PN 0:3, 0:5


84 Kg / 18 Teilnehmer

Stanislaw Maier (DSC Wanne-Eickel)
  • Alexander Rümmele (SBD) 1/8 Fin. PN 0:1, 3:2, 0:2

Tim Focken
  • Pascal Mieslinger (NBD) 1/8 Fin. PN 1:0, 1:1, 0:1

Nils Holk (TV Essen-Dellwig)
Nils Holk zeigte Kämpferherz. Maßgeschneiderter Auftaktkampf. Gegen den körperlich viel robusteren Mayr verlor er die erste Runde deutlich, und konnte Mayr mit einem Hüftzug fast überraschen. Letztlich entschied die größere Physis den Kampf. Am Ende stand nach einer Niederlage im Kleinen Finale ein der guten Leistung des Dellwigers entsprechender fünfter Platz.
  • Waldemar Streib (SAS) 1/8 Fin. SS
  • Bernhard Mayr (BAY) ¼ Fin. PN 0:5, 2:5
  • Tom Linke (MEV) HRD PS 3:2, 2:0
  • Dominik Engel (SRL) Platz 3 PN 0:3, 0:8


96 Kg / 9 Teilnehmer

Björn Holk (KSK Konkordia Neuss)
Holk blieb in seinem Kampf unter seinen Möglichkeiten. Die Punktniederlage gegen den späteren Dritten Radinger war äußerst knapp, bedeutete aber das vorzeitige Aus.
  • Felix Radinger (HES) ¼ Fin. PN 01, 1:0, 0:1


120 kg / 12 Teilnehmer

Maximilian Lodwich (KSV Hohenlimburg)
  • Nico Schmidt (BRB) Qual. TPN 0:1, 0:7
  • Ricardo Melz (BRB) HRD PN 1:5, 0:2

Fiedler, Sebastian (TV Dellwig)
  • Stefan Kehrer (WTB) Qual. PN 0:1, 0:1
  • Felix Radinger (HES) ¼ Fin. PN 01, 1:0, 0:1
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