Mattensplitter

SV Sende bleibt agil

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Geschrieben von Thomas Meyer

Der SV Schwarz-Weiß Sende ist augenblicklich mit keiner Mannschaft im Ligenbetrieb vertreten. Nicht unbegründet stellt sich nun die Frage, ob nach wie vor geregelter Sportbetrieb angeboten wird oder ob der sympathische kleine Club aus Ostwestfalen bereits vor dem Abgrund steht. Schließlich befände er sich nicht alleine in dieser misslichen Lage, denn nicht wenige Clubs ohne Mannschaft haben extreme Existenzproblemne und -ängste.

Glücklicherweise trifft dies auf Sende nicht zu, denn auch ohne Team ist der Verein nach wie vor agil. „Um eine Mannschaft ins Rennen zu schicken, fehlt momentan einfach das Personal. Und zwar sowohl aktive Ringer als auch Sponsoren oder ehrenamtliche Helfer“, berichtet Abteilungsleiter und Trainer Karsten Jeschin am Rande des Landessichtungsturniers im Freistil. An diesem hatte er mit einigen Nachwuchssportlern teilgenommen. „Trotzdem sind wir beim Mannschaftsringen nicht ganz unbeteiligt, denn immerhin drei unserer Kämpfer sind als Gastringer bei anderen Vereinen tätig: Nico Beyer (KSV Gütersloh), Daniel Miller (PSV Lippe-Detmold) und Mohammad Asafi (VfK Lünen-Süd) greifen somit sehr wohl in die Mannschaftssaison ein. Zudem verfügen wir noch über eine Handvoll weiterer Ringer, die das Training jedoch eher aus Spaß an der Freud absolvieren und keinerlei Ambitionen haben, an Wettkämpfen teilzunehmen. Vielleicht klappt es ja mittelfristig wieder, mit einem eigenen Team auf die Matte gehen.“

Auch im Jugendbereich wird nach wie vor gearbeitet, denn etwa zehn Kinder nehmen regelmäßig an den Übungsstunden teil. Unter ihnen befinden sich verhältnismäßig viele Anfänger, die noch nicht reif genug für die Teilnahme an Meisterschaften und Turnieren sind.

Insgesamt fällt es jedoch nicht leicht, das Training effizient zu gestalten. Lediglich zwei Trainingstage mit insgesamt sechs Stunden Zeit stehen zur Verfügung, um allen Gruppen gerecht zu werden. Das stellt Karsten Jeschin und seinen Trainerkollegen Dennis Lüdecke vor eine große Herausforderung: „Das Problem ist, dass viele die kompakten Systeme bevorzugen. Vor allem Jugendliche zieht es oft in Sportstudios oder Mehrspartenvereine, wo sie zwischen verschiedenen Kampf- und Kraftsportangeboten hin- und herpendeln können.“, so Jeschin. 

Trotzdem – der SV Sende lebt und ist weiterhin sehr engagiert.  Als Beweis dafür kann man auch die Tatsache sehen, dass man zu Beginn des Jahres 2019 eine Westfalenmeisterschaft ausrichten wird. Somit kann man eines definitiv festhalten: Der SV Sende ist wichtiger Bestandteil des RV NRW!

 Karsten Jeschin - rühriger Trainer und Abteilungsleiter des SV Sende

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