Mattensplitter

Wenige Teilnehmer bei BM Greco

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Geschrieben von Thomas Meyer

Das hätten sich die beiden Ausrichter der diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Männer, A- und B-Jugend im griechischen-römischen Stil wohl anders vorgestellt: Der KSV Jahn Marten durfte in Westfalen gerade einmal 84 Ringer begrüßen, während sich in Hückelhoven (Rheinland) gar nur 81 Kämpfer ein Stelldichein gegeben hatten. Sicherlich eine sehr enttäuschende Resonanz für die Ausrichter bzw. Bezirke. Dabei hätte man beiden Clubs ein attraktives Turnier gewünscht: Dem augenblicklich gleich in mehrfacher Hinsicht arg gebeutelten KSV Jahn Marten hätte ein Erfolgserlebnis sicherlich Auftrieb gegeben. Der TKV Hückelhoven um seinen rührigen Vorsitzenden Detlef Fox ist bereits seit Jahren ein Fels in der Brandung, wenn es um die Ausrichtung von Bezirksmeisterschaften geht, und befindet sich außerdem im Aufschwung. Ihm hätte man daher ebenfalls eine schöne Veranstaltung gegönnt.

Die Rheinlandmeisterschaften waren im Nullkommanichts über die Bühne gebracht, obwohl man sogar zwei Pausen eingelegt hatte. Leid tun konnten einem die Sportler in den wenigen zahlenmäßig gut besetzten Klassen, denn es schien manchmal fast schon so, als würden diese die Matte kaum verlassen. In der 77 kg-Klasse der Männer beispielsweise, in der immerhin sechs Sportler im Nordisch Turnier gegeneinander angetreten waren, gab es für die einzelnen Aktiven innerhalb kürzester Zeit einiges zu tun.

Ein kleines Trostpflaster für den Ausrichter aus Hückelhoven: Hinter dem KSK Konkordia Neuss wurde man Zweiter in der Teamwertung. Dass der kleine Verein alleine 14 Aktive stellen konnte, spricht sicherlich für ihn. Und da der zu verlosende Frühstückskorb auch noch in der Heimat blieb, war der Tag am Ende vielleicht doch noch ein wenig gerettet.

Im Bezirk Westfalen hatte sich wie in der Vorwoche der KSV Witten 07 die Teamwertung sichern können. Mit ebenfalls 14 angetretenen Athleten stellte man auch die zahlenmäßig stärkste Mannschaft. Auf Rang zwei landete der TV Essen-Dellwig.

Wie bei den Freistilmeisterschaften in der Vorwoche gingen tags darauf wieder die C-, D- und E-Jugendlichen an jeweils gleicher Wettkampfstätte auf die Matte. Lächeln durfte man hierbei in Marten, denn die 97 angetretenen Nachwuchsringer entsprechen zumindest etwa dem, was man bei einer Westfalenmeisterschaft erwarten konnte. Auf zwölf Starter brachte es der PSV Lippe-Detmold, der am Ende erneut als erfolgreichstes Team hervorstach. Erfreulich stark war der ASV Atlas Bielefeld, der mit derselben Teilnehmerzahl Rang zwei erkämpfte. Auch der Drittplatzierte KSV Witten 07 (12 Ringer) sowie der Vierte KSV Gütersloh (13) verbuchten zweistellige Teilnehmerzahlen, sodass diese vier Clubs mehr als die Hälfte aller angetretenen Sportler stellten.

Eine Enttäuschung erleben musste man leider wieder im Rheinland. Nur 63 Nachwuchsathleten kämpften hier um Siege, Titel und Medaillen. Schade! Sage und schreibe 18 Starter bescherten Hückelhoven die Mannschaftswertung, sodass der TKV sich erneut über seine eigenen Athleten sehr freuen durfte. Der AC Mülheim am Rhein und Olympia Utrecht folgten auf den Plätzen.

 

Auch wenn die Gesamtteilnehmerzahlen enttäuschend waren, durfte sich der TKV Hückelhoven über seine Leistungen freuen.

 

 

In der 72kg-Klasse der Männer dominierte Samuel Bellscheidt vom KSK Konkordia Neuss. Der Favorit hatte u.a. den Köln-Mülheimer Osterturnier-Gewinner Mehdi Nazarov überraschend schnell durch technische Überlegenheit bezwungen und ihn damit auf Rang zwei verwiesen. Bronze holte Jakob Marchlewski (Germania Krefeld) vor Maik Shukalo (KSV Efferen).

 

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