Mattensplitter

Walter Krauthäuser ist tot

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Geschrieben von Thomas Meyer

Ein weiteres großes Ringerherz hat leider aufgehört zu schlagen: Walter Krauthäuser vom AC Mülheim 92 ist am 18. April nur wenige Wochen vor seinem 78. Geburtstag verstorben.
Über 72 Jahre lang war er ununterbrochen Mitglied seines geliebten Heimatclubs, welchen er über Dekaden maßgeblich mitgeprägt hat. Man kann mit Recht behaupten, dass der Club ohne ihn nicht da stände, wo er heute ist.
Der Bronzemedaillengewinner der Deutschen Meisterschaften 1964 (Freistil), der als Leichtgewichtler einst an der Seite des legendären Wilfried Dietrich einen Länderkampf bestritten hatte, hat nach seiner aktiven Laufbahn noch viele Jahre als Trainer und auch Vereinsvorsitzender gewirkt, wobei er sich mit dem Traineramt stets am meisten identifiziert hatte. Hierbei hatte er sein Team und seine Jungs stets zusammengehalten und ihnen manch wichtige Werte vermittelt, sodass er sich für seine Schützlinge zu einer wichtigen Bezugsperson entwickelt hatte.
Walter war im gesamten Verbandsbereich bestens bekannt, denn es gab bis in die Neunzigerjahre hinein kaum ein Turnier, auf dem er nicht zugegen gewesen wäre. Da er sowohl Männer- als auch Jugendtrainer war, war er fast wöchentlich in Sachen Ringen unterwegs. Besonders stolz war er darauf, dass er seine Mannschaften zeitweise komplett mit eigenen Leuten besetzen konnte und obendrein zwei Deutsche Jugendmeister herausgebracht hatte.
Im Jahre 2019 wurde er aufgrund seiner enormen Verdienste mit der goldenen Ehrennadel des Ringerverbandes NRW ausgezeichnet. Bereits damals war er von gesundheitlichen Problemen deutlich gezeichnet. Nun ist er schließlich in einem Kölner Krankenhaus verstorben.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, insbesondere bei seiner Ehefrau Uschi. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Walter Krauthäuser im Jahre 1988

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