Mattensplitter

Ruhr Games beendet

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  • Geschrieben von Thomas Meyer

    Nach sage und schreibe 461 Tagen hat der Ringerverband Nordrhein-Westfalen wieder seine erste Veranstaltung durchgeführt. Möge das Nachwuchs-Kaderturnier im Rahmen der diesjährigen Ruhr Games in Bochum der Startschuss gewesen sein, um nach langer Abstinenz langsam zur Normalität zurückkehren zu können!

    Ausgerichtet wurde der Wettkampf unter Einhaltung der üblichen Hygienebestimmungen, d.h. auch ohne Zuschauer. Er fand allerdings nicht – wie ursprünglich geplant – im Bochumer Ruhrstadion statt, sondern in einer Dreifach-Halle in Wattenscheid. Dieser Schritt war durch die sehr durchwachsenen Wetterprognosen nötig geworden und bewirkte, dass die Ringer eine Sportstätte für sich alleine beziehen mussten. Somit wurde den Ruhr Games zwar ein wenig ihres Charmes genommen, da das Zusammentreffen der verschiedenen Sportarten ja eigentlich die Atmosphäre ausmacht, doch tat es dennoch gut, die vielen alten Bekannten endlich wieder im Einsatz zu sehen: Kampfrichter, Trainer, Betreuer, Funktionäre und vor allem natürlich die jungen Athletinnen und Athleten, welche man nach dieser langen Zeit manchmal kaum wiedererkennen konnte. Ihre körperliche Entwicklung ist immens vorangeschritten und viele der Jugendlichen sind nicht nur in die Höhe, sondern auch beträchtlich in die Breite gewachsen. Schön anzusehen war, dass so viele junge Talente unserem Sport treu geblieben und in der langen Phase der Hallenschließungen am Ball geblieben sind!

    Die Mädchen und Jungs haben jedenfalls nichts verlernt und eine ganze Reihe interessanter Kämpfe gezeigt. Das lässt hoffen. Der DRB nämlich beabsichtigt, die Deutschen Einzelmeisterschaften 2021 im Nachwuchsbereich möglichst durchzuführen. Die NRW-Mannschaft scheint gerüstet zu sein und ihre Hausaufgaben gemacht zu haben.
    Die Ruhr Games waren letztlich ein gelungener Start zurück in den (Ringer-)Alltag. Freuen wir uns auf die Dinge, die noch kommen werden.