Mattensplitter

Junioren-WM: Geniestreich durch Sterkenburg-Zwillinge

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Geschrieben von Thomas Meyer

 Unsere niederländischen Sportfreunde von de Halter Utrecht haben allen Grund zur Freude: Die Zwillingsbrüder Marcel (82 kg) und Tyrone Sterkenburg (87 kg) haben sich bei den Junioren-Weltmeisterschaften (Greco) in Russland beide bis ins Finale vorkämpfen können. Unfassbar! Vorstand, Trainer, Vereinskameraden und Anhänger dürften schier aus dem Häuschen sein. Dabei hatten sich beide gegen stärkste Konkurrenz durchgesetzt: Die meisten Kämpfe hatten sowohl Marcel als auch Tyrone gegen Athleten aus den GUS-Staaten bestreiten müssen. Da dürfte die Ringerwelt nicht schlecht gestaunt haben, zumal unser Sport in den Niederlanden zu den Nischensportarten zählt und internationale Medaillen alles andere als an der Tagesordnung sind.

Der in der leichteren Gewichtsklasse angetretene Marcel schaffte durch einen 6:3-Sieg gegen ARM sogar die absolute Sensation und wurde Junioren-Weltmeister! Hierbei war er bis zum Endkampf eindrucksvoll durchmarschiert: Lediglich im Viertelfinale gegen den russischen Vertreter war es beim 4:2 knapp, seine drei weiteren Kämpfe gegen POL, IRI und UKR hatte er alle technisch überlegen gewonnen.

Tyrone (87 kg) gewann nach einer 1:5-Niederlage gegen RUS die Silbermedaille. Vorher wurden die Gegner aus den USA, KAZ, UKR und AZE ausgeschaltet. Was für herausragende Erfolge nicht nur für die Athleten, sondern für den gesamten niederländischen Ringkampfsport! Obendrein darf unser Bundesligist RC CWS Merken mitfeiern, schließlich werden die Gebrüder während der Mannschaftssaison im Trikot der Dürener auflaufen.

Ein weiteres Brüderpaar aus dem Bereich unseres Verbandes war im Trikot des DRB an den Start gegangen. Aaron (67 kg) und Samuel Bellscheidt (72 kg/beide KSK Konkordia Neuss) sorgten hierbei ebenfalls für starke Leistungen.
Der jüngere und leichtere Aaron schloss mit seinem 5. Rang hierbei zur Weltspitze auf. Nach einem Auftakterfolg gegen TJK unterlag er denkbar knapp mit 1:2 gegen den späteren Finalisten aus Armenien. In der Hoffnungsrunde schlug er LTU, bevor er im Bronzekampf deutlich gegen UKR unterlegen war. Ein tolles Turnier von Aaron, der seiner ersten internationalen Medaille näher und näher kommt!

Sein bereits in der Spitze fest etablierter Bruder Samuel musste nach seinem 8:0-Achtelfinalerfolg gegen POR leider passen: Das 2:5 gegen ARM beendete die Medaillenträume, da sein Gegner sein Halbfinale verlor und Samuel dadurch nicht mehr im Kampf um die Medaillen eingreifen konnte. Am Ende stand für ihn Rang 8 zu Buche – ebenfalls ein starkes Ergebnis!

Der RV NRW gratuliert allen genannten Athleten ganz herzlich! 

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