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Mannschaftssaison: Der Countdown läuft

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Anderthalb Wochen vor Beginn der diesjährigen Mannschaftssaison laufen die Vorbereitungen der nordrhein-westfälischen Ringervereine auf vollen Touren. Auch all diejenigen, welche bislang noch nicht von Vorfreude ergriffen worden waren, dürften mittlerweile wachgerüttelt worden sein. Bald ist es soweit, bald geht es los, der Countdown läuft. Nachdem die Pfeifen der Kampfrichter am 31. August erstmals wieder zur Waage gerufen haben werden, wird Woche für Woche wieder attraktiver Sport auf den Ringermatten geboten. Für die Offiziellen gilt es nun, für angemessene Rahmenbedingungen zu sorgen, während sich Trainer und Ringer um den letzten Schliff bemühen. Die Kampfrichter genießen noch die Ruhe vor dem Sturm, denn auch ihnen – oder vielleicht gerade ihnen - steht eine intensive und ereignisreiche Zeit bevor.

Zum zweiten Male werden die Wettkämpfe nach dem neuen Ligensystem ausgetragen werden. Die zweigeteilte Oberliga (Rheinland und Westfalen) steht hierbei natürlich besonders im Fokus, da aus ihr als aktuell zweithöchster deutscher Leistungsklasse ein möglicher Bundesliga-Aufsteiger hervorgehen wird. Doch welcher NRW-Club soll den Schritt wagen? Im vergangenen Jahr haben sich alle gegen einen Aufstieg geradezu gewehrt, Niederlagen (bzw. Siege) an der Waage gehörten in der entscheidenden Phase der Saison zum Alltag. Man sah sich finanziell einfach nicht gut genug aufgestellt und wollte seinen Club wirtschaftlich nicht gefährden – verdenken kann man dieses Vorgehen keinem. Auch sportlich dürfte das Unternehmen Bundesliga nur schwer zu schaffen sein: Bei allen Erfolgen, die der NRW-Nachwuchs in den vergangenen Jahren erzielen konnte, muss man feststellen, dass der Männerbereich mit Ausnahme einiger Lichtgestalten national noch nicht an der Spitze angekommen ist. Und Athleten aus anderen Bundesländern oder dem Ausland zu verpflichten, ist einerseits ein finanzieller Kraftakt und andererseits auch nicht jedermanns Sache. Ohne entsprechende Sponsoren und damit verbundene Mittel wird es also schwer, denn reich ist man in NRW wahrlich nicht. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Situation in 2019 nicht so entwickeln wird wie im Vorjahr: Ein sportlicher Wettkampf ohne Manipulationen wäre sehr wünschenswert.

Bei allen Befürchtungen verspricht die Oberliga jedoch auch Spannung: Die beiden mit je sechs Teams besetzten Staffeln haben einiges zu bieten. Der KSK Konkordia Neuss mit seinen zahlreichen Talenten wird hier wohl eine gewichtige Rolle spielen. Doch kann man die Neusser auch stoppen? Vermag dies vielleicht der niederländische KSV Simson Landgraaf, der 2018 nach einer überragenden Saison und einem überzeugenden Finalkampf die Meisterschaft gefeiert hatte? Welche Rolle spielen der bärenstarke TV Essen-Dellwig und der immer noch hochkarätig besetzte Bundesliga-Rückzieher TV Eintracht Walheim? Sind vielleicht die mit großteils eigenen Talenten besetzten AC Mülheim 92 und KSV Germania Krefeld in der Lage, ein gewichtiges Wort mitzureden? Und was macht die Reserve des KSV Witten 07, die, wenn sie komplett stehen sollte, schwer zu besiegen sein dürfte? Kristallisiert sich mit dem KSV Hohenlimburg, der RG Hürth/Rheinbach, der TSG Herdecke, dem KSV Kirchlinde oder dem VfK Lünen-Süd vielleicht auch ein Überraschungsteam heraus?

Gespannt sein darf man jedoch nicht nur auf die Oberliga. Im Vorjahr zeigten gerade die Landesligisten hervorragenden Ringkampfsport mit vielen attraktiven Begegnungen und einem überragenden Saisonfinale. Gleiches gilt für die Bezirksligisten, die dieses Jahr jedoch in nur zwei Staffeln (2018 waren es vier) wetteifern werden. Wer von ihnen kann den Sprung in die Landesliga schaffen?

Fragen über Fragen also, auf die es bald eine Antwort geben wird. Freuen wir uns auf eine ereignisreiche Zeit!

 

 

 

 

 

 

Eupen in die DRL

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Welch ein Paukenschlag! Wie die DRL auf ihrer Internetpräsenz berichtet, wird der RV Saitiev Eupen zukünftig als sechstes Team in dieser Liga auf Punktejagd gehen und sich dort mit Teams wie dem VfK Schifferstadt oder dem ASV Nendingen messen. Der noch junge belgische Verein (2015 gegründet) war 2018 erstmalig mit einer Mannschaft in der Bezirksliga Rheinland an den Start gegangen und wagt nun den großen Sprung ins Profigeschäft. Damit beweisen die Verantwortlichen um Macher Issa Gamboulatov (Foto), den wir als internationalen Kampfrichter kennen und der ein wichtiger Teil unseres NRW-Kampfrichterteams ist, großen Mut.

Man darf gespannt sein, wie sich der Club in Kürze entwickeln wird. Das Interesse der Ringsportbegeisterten ist dem RV Saitiev jedenfalls gewiss.

 

Issa Gamboulatov

NW: Artikel über Zdenek Havlik

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Die Neue Westfälische, eine bekannte Tageszeitung, hatte kürzlich über Zdenek Havlik berichtet, den rührigen Abteilungsleiter und Trainer des ASV Atlas Bielefeld. Die Überschrift „Sportler im Ehrenamt: Fdenek Havlik – ein Mann, der etwas bewegt“ zeigt schon, dass der Leserschaft ausschließlich positive Schlagzeilen präsentiert wurden.

Der mittlerweile 63jährige Idealist war über Umwege zum ASV Atlas gestoßen, ist jedoch seit mittlerweile 33 Jahren bei seinem Verein aktiv und somit maßgeblich daran beteiligt, dass dieser nicht nur stets salonfähig geblieben ist, sondern in den letzten Jahren eine steile Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen hat. Neben seinen Tätigkeiten im Verein betreut er zusätzlich Schüler im Ganztagesbereich, was seine großen Verdienste zusätzlich betont.

Im Interview wusste Havlik viel Interessantes zu berichten und gab auch einen Einblick über den ASV, in dessen Ringerabteilung mittlerweile 100 Sportler registriert seien und der zwölf (!) Trainer bzw. Übungsleiter in seinen Reihen habe.

Der RV NRW kann sich freuen, solch engagierte Leute in seinen Reihen zu haben. Wir wünschen ihm weiterhin viel Spaß und Erfolg bei seiner Arbeit und hoffen, dass er dem ASV Atlas Bielefeld noch lange die Stange hält!

Junioren-WM: Bellscheidt und Agca im Einsatz

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Auch wenn die Vereine bereits der Mannschaftssaison entgegenfiebern, sind die Einzelmeisterschaften für unsere Athleten noch nicht komplett vorüber. Nur kurze Zeit, nachdem der Große Preis von Deutschland (Greco) unseren Fans einen intensiven Einblick in das internationale Geschehen gegeben hat, sind auch zwei unserer Top-Athleten schon bald wieder im Einsatz.

Samuel Bellscheidt (KSK Konkordia Neuss/67 kg Greco) und Ertugrul Agca (TV Essen-Dellwig/92 kg Freistil/siehe Foto) haben den größten Höhepunkt dieses Jahres noch unmittelbar vor sich. Die Vorzeigeringer werden die deutschen Farben bei den in Kürze stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaften (12.-18. August) in Tallinn/Estland vertreten. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase nähert sich für die beiden nun der Tag der Wahrheit, dem sie schon seit Wochen entgegengefiebert haben dürften. Schließlich wurden die Nominierungen seitens des DRB bereits im Juli veröffentlicht.

Dass unsere beiden dabei sein würden, ist wenig überraschend, schließlich können sie sich schon mit diversen internationalen Medaillen schmücken und bedeutende nationale Erfolge auch im Männerbereich vorweisen. Dennoch ist eine internationale Meisterschaft – egal ob WM oder EM – immer ein besonderes Highlight und alles andere als alltäglich.

Man in NRW also auf einen erneuten großen Erfolg für den Landesverband hoffen. Drücken wir aus der Ferne die Daumen!

 

Foto: Hasan Agca

WM: Achtelfinal-Aus für Bellscheidt

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Samuel Bellscheidt vom KSK Konkordia Neuss ist bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Tallinn/Estland in der 67kg-Klasse (Greco) ausgeschieden. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen den Vertreter aus Albanien (10:0) folgte im Achtelfinale eine 1:4-Punktniederlage gegen Valentin Petic (Moldawien), die schließlich das Aus bedeutete.

Ein Beinbruch ist dies für den jungen Neusser nach den zahlreichen (auch internationalen) Erfolgen keineswegs, schließlich ist er im vergangenen Jahr noch bei den Kadetten gestartet und war damit einer der jüngsten Junioren-WM-Teilnehmer. Dass er sich trotz seiner Jugend als vollkommen konkurrenzfähig erwiesen hat, ist Ausdruck für sein Talent und seine herausragenden Perspektiven.

 

Samuel Bellscheidt

Doppel-Feierlichkeit bei Familie Tabel

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Der langjährige NRW-Trainer Günter Tabel und seine Ehefrau Ulrike hatten am 28. Juli gleich doppelten Grund zu feiern: Der Köln-Mülheimer Ex-Schwergewichtler wurde 55 Jahre alt, was auf den ersten Blick vielleicht noch kein außergewöhnlicher Ehrentag zu sein scheint. Doch im Rheinland und insbesondere in Köln, wo der Zahl elf besondere Bedeutung  zukommt, wird dieser zu einem runden Geburtstag, dessen Wert dem des fünfzigsten kaum nachsteht.

Mindestens ebenso wichtig oder wahrscheinlich sogar deutlich wichtiger ist der zweite Anlass. Auf sein Wiegenfest nämlich fiel zeitgleich die Silberhochzeit: Vor 25 Jahren hat Günter seine Gattin geheiratet, die er durch das Ringen kennengelernt hatte und die früher selbst im erweiterten Vorstand des AC Mülheim 92 tätig war. Aus der Ehe gingen zwei gelungene Töchter hervor, auf die das Ehepaar Tabel noch stolzer sein darf als auf die Erfolge und Verdienste im Ringkampfsport.

Es gibt also Gründe genug, um die beiden gebührend zu feiern: Vom 27. Auf den 28. Juli ging es dann auch zünftig zur Sache, wobei selbstredend viele Persönlichkeiten aus dem AC Mülheim 92 und dem Ringkampfsport zugegen waren, um auf die Familie Tabel anzustoßen.

Wir gratulieren den beiden und wünschen ihnen noch viele gemeinsame Jahre - und natürlich noch viele interessante Begegnungen und Freude an der Ringermatte! 

 

Junioren-WM: Agca holt Bronze

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Ertugrul Agca vom TV Essen-Dellwig hatte am zweiten Wettkampftag der Junioren-Weltmeisterschaften in Tallinn ins Geschehen eingegriffen und konnte einen weiteren großen Erfolg verbuchen: Nach jeweils EM-Bronze 2018 und 2019 holte er durch einen neuerlichen dritten Rang seine erste WM-Medaille. Der junge Essener überzeugte in der 92 kg-Klasse (Freistil) zu Beginn durch drei hart erkämpfte Siege gegen hochkarätigste Konkurrenz. Er stand dadurch im Halbfinale, in welchem er dem russischen Athleten Alan Bagaev nur knapp mit 0:3 unterlegen war. Nach dieser Niederlage fand er jedoch in die Erfolgsspur zurück, schlug im kleinen Finale den Iraner Ali Abdollahi mit 8:6 Zählern und sicherte sich somit das ersehnte Edelmetall.

Herzliche Glückwünsche zu diesem tollen Erfolg, über den sich der gesamte RV NRW sehr freut!

Nächsten Samstag wird es dann ernst für Samuel Bellscheidt (KSK Konkordia Neuss). Der zweite Teilnehmer aus NRW wird dann in der 67 kg-Klasse (Greco) um Siege und Medaillen kämpfen. 

Ertugrul Agca

Zwei Medaillen in Baku

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Die drei NRW-Teilnehmer beim European Youth Olympic Festival in Baku/Aserbaidschan konnten nicht nur vollends überzeugen, sondern auch für hervorragende Ergebnisse sorgen: Zwei Medaillen (1x Silber, 1x Bronze) sowie ein achter Rang bedeuten eine bemerkenswerte Ausbeute für unsere Jungs, welche allesamt im gr.-röm. Stil angetreten waren.

Noah Englich (KSV Witten 07) sorgte durch Rang drei in der 48 kg-Klasse für einen Super-Auftakt. Damit hat er seinen ersten internationalen Podestplatz errungen, nachdem er noch vor wenigen Wochen bei den Europameisterschaften in Italien ausgeschieden war. Chapeau! Noah zeigt seit Jahren eine steile Aufwärtsentwicklung, die nach zwei Deutschen Meistertiteln nun mit einem weiteren spektakulären Erfolg manifestiert wird.

Deni Nakaev (KSK Konkordia Neuss/siehe Foto) war sogar ganz nahe dran am ganz großen Wurf: Nach drei Siegen gegen hochkarätigste Konkurrenz aus Osteuropa stand er im Finale der 65 kg-Klasse, welches er nach 2:1-Führung erst Sekunden vor dem Schlussgong aus der Hand gegeben hat. Auch wenn die Enttäuschung nach der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen den Lokalmatadoren vermutlich groß gewesen sein dürfte, gilt in jedem Falle: Nicht Gold verloren, sondern Silber gewonnen! Schließlich ist Rang zwei ein Riesenerfolg für den jungen Neusser, zumal er diesen trotz einer zuletzt langen Verletzungspause holen konnte.

Sein Teamkamerad Aaron Bellscheidt (55 kg) begann ebenfalls verheißungsvoll mit einem Sieg in Runde eins, wonach das Lospech ihn an einem Vorstoß nach vorne hinderte. Es folgten zwei Niederlagen, welche in der Endabrechnung Rang acht bedeuteten.

Den drei Athleten sprechen wir unsere herzlichsten Glüchwünsche aus!!

 

Deni Nakaev

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